ZahnLexikon
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Anatomie & Histologie
geprüft
Zahnentwicklung und Zahnhartsubstanzen

Schmelz Histologie

Synonyme: Enamelum · Zahnschmelz

Definition

Der Zahnschmelz ist das haerteste Gewebe des menschlichen Koerpers und ueberzieht als avaskulaere, zellfreie Schicht die Zahnkrone. Er besteht zu ca. 95 Gew.-% aus anorganischem Hydroxylapatit sowie zu 5 Gew.-% aus Wasser und organischer Matrix. Die grundlegende strukturelle Einheit bilden die Schmelzprismen, welche von Sekretionsfortsaetzen der Ameloblasten gebildet werden.

Prüfungsfokus
  • 95 Gew.-% anorganischer Anteil bestehend aus Hydroxylapatit-Kristallen.
  • Retzius-Streifen stellen Wachstumslinien dar.
  • Hunter-Schreger-Banderung entsteht durch optische Phaenomene infolge Prismenkreuzung.
  • Kritischer pH-Wert fuer Schmelzdekalzifikation liegt bei ca. 5,5.
Zahlen & Werte
Anorganischer Gehalt
95 Gew.-%
Kritischer pH-Wert
5,5
Klinische Relevanz

Da Schmelz nach dem Zahndurchbruch zellfrei ist, besitzt er keine regenerative Reparaturkapazitaet durch Zellen. Remineralisation kann nur physikalisch-chemisch erfolgen, acidotische Demineralisation laeuft ab pH 5,5 ab.

Abgrenzung
  • Dentin

    Innerviert via Pulpa mit niedrigerem Mineralisationsgrad von 70 Gew.-%

  • Zement

    Ektomesenchymalen Ursprungs und knochenaehnlich mit 65 Gew.-% anorganischem Anteil

Typische Fallstricke
  • Schmelz enthaelt im ausgereiften Zustand keine lebenden Zellen oder Nervenfasern.
  • Retzius-Streifen nicht mit Hunter-Schreger-Banden verwechseln.
Merksatz

Hydroxylapatit im Schmelzgewand, haelt der Saeure lang Stand.

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Zahnentwicklung und Zahnhartsubstanzen

Odontogenese sowie Aufbau von Schmelz, Dentin und Pulpa.