Tranexamsäure
Synonyme: TXA
Tranexamsäure ist ein synthetisches Antifibrinolytikum und ein Kompetitivhemmer des Plasminogens. Sie verhindert die Bindung von Plasminogen an Fibrin sowie dessen Aktivierung zu Plasmin und stabilisiert dadurch das gebildete Fibringerinnsel. Das Medikament wird lokal oder systemisch zur Blutstillung und Fibrinolyseprophylaxe eingesetzt.
- Tranexamsäure ist ein synthetisches Lysin-Analogon, das kompetitiv die Bindung von Plasminogen an Fibrin hemmt und so den Abbau des Blutgerinnsels stoppt.
- In der Zahnmedizin wird Tranexamsäure primär lokal als 5-prozentige Mundspülung zur Nachblutungsprophylaxe bei Patienten unter Antikoagulation eingesetzt.
- Durch die rein lokale Anwendung bleibt das systemische Thromboembolierisiko unbeeinflusst, während Nachblutungen effektiv verhindert werden.
- Eine Unterbrechung oder Dosisreduktion einer dauerhaften oralen Antikoagulation ist bei lokaler Anwendung von Tranexamsäure meist nicht erforderlich.
- Die systemische Gabe von Tranexamsäure ist bei aktiver thombotischer Erkrankung sowie schwerer Niereninsuffizienz kontraindiziert.
- Konzentration der lokalen Mundspülung
- 5 %
- Empfohlene Spüldauer
- 2 Minuten
- Typische Anwendungshäufigkeit und -dauer
- 4-mal täglich über 2 bis 8 Tage
Tranexamsäure wird lokal als 5-prozentige Mundspülung oder getränkte Tupferkompresse zur Nachblutungsprophylaxe nach Zahnextraktionen angewendet, insbesondere bei Patienten unter Antikoagulation (z. B. Cumarine, DOAKs) oder mit Thrombozytenaggregationshemmern. Eine systemische Gabe erfordert eine genaue Abwägung des Thromboembolierisikos. Zudem dient sie der Blutstillung bei chirurgischen Eingriffen im orofacialen Bereich.
- Epsilon-Aminokapronsäure
Epsilon-Aminokapronsäure ist ebenfalls ein Antifibrinolytikum, weist jedoch eine etwa 7- bis 10-fach geringere Wirkpotenz als Tranexamsäure auf.
- Kollagenschwamm
Kollagenschwämme dienen als mechanisches Gerüst zur Förderung der Thrombozytenaggregation in der Alveole, wohingegen Tranexamsäure chemisch-enzymatisch die Fibrinolyse hemmt.
- Verwechslung der Wirkungsweise: Tranexamsäure fördert nicht aktiv die Gerinnung, sondern schützt das bereits gebildete Fibringerinnsel vor vorzeitigem enzymatischem Abbau.
- Verschlucken der Lösung: Patienten müssen angewiesen werden, die Mundspülung nach dem Spülen vollständig auszuspucken, um systemische Wirkungen zu vermeiden.
Tranexam stoppt den Fibrinabbau und sichert den Wundverschluss zuverlässig.
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- TherapieBlutstillung
Tranexamsäure wird gezielt als pharmakologische Maßnahme zur lokalen Blutstillung bei Risikopatienten angewendet.
- TherapieChirurgische Extraktion
Nach chirurgischen Extraktionen verhindert die Spülung mit Tranexamsäure zuverlässig fibrinolysebedingte Spätblutungen.
- VoraussetzungLokalanästhesie
Die Infiltration von Lokalanästhetika mit Vasokonstriktoren unterstützt die primäre Blutstillung während des Eingriffs, ehe Tranexamsäure die Wundheilung sichert.
Antikoagulation, Bisphosphonate und Begleiterkrankungen.