Weichgewebsmanagement am Implantat
Synonyme: Periimplantäre Mukosa · Emergenzprofil
Das periimplantäre Weichgewebe bildet mit einem zirkulären Faserring und einem epithelialen Attachment eine biologische Barriere gegen die Mundhöhle. Anders als am Zahn strahlen die Kollagenfasern nicht in die Implantatoberfläche ein, sondern verlaufen parallel dazu. Diese schwächere Abdichtung macht das Weichgewebsmanagement für die Langzeitstabilität besonders wichtig.
- Die periimplantären Kollagenfasern verlaufen parallel zur Implantatoberfläche statt einzustrahlen.
- Eine ausreichende Breite keratinisierter Mukosa erleichtert die Plaquekontrolle.
- Das Emergenzprofil steuert den Verlauf der Weichgewebe und die ästhetische Integration.
- Bindegewebstransplantate können periimplantäre Weichgewebsdefizite ausgleichen.
- Faserverlauf am Implantat
- parallel zur Oberfläche
- Faserverlauf am Zahn
- senkrecht einstrahlend (Sharpey-Fasern)
Eine ausreichend breite keratinisierte Mukosa erleichtert die Mundhygiene und reduziert Beschwerden beim Putzen. Das Emergenzprofil der Suprakonstruktion formt den Gewebeverlauf und ist im Frontzahnbereich ästhetisch entscheidend.
- Parodontales Attachment
Echte bindegewebige Verankerung über einstrahlende Fasern in den Wurzelzement.
- Freies Schleimhauttransplantat
Verbreitert die keratinisierte Mukosa, ist aber ästhetisch weniger unauffällig als ein Bindegewebstransplantat.
- Übertragung des parodontalen Faserverlaufs auf das Implantat in Prüfungsantworten.
- Vernachlässigung der keratinisierten Mukosa, was zu putzempfindlichen Arealen und schlechterer Hygiene führt.
- Zu voluminöses Emergenzprofil, das die Reinigung des Übergangsbereichs behindert.
Am Zahn strahlen die Fasern senkrecht ein, am Implantat verlaufen sie parallel – deshalb ist die Abdichtung schwächer.
Medien werden gesucht …
Mukositis, Weichgewebe am Implantat und Erhaltungstherapie.