Wundheilungsstörungen
Synonyme: Gestörte Heilung · Wundinfektion · Dehiszenz
Wundheilungsstörungen umfassen verzögerte oder ausbleibende Heilung, Wundinfektionen und Nahtdehiszenzen. Ursächlich sind lokale Faktoren wie Spannung, Durchblutungsstörung und Infektion sowie systemische Faktoren wie Diabetes, Rauchen und Immunsuppression. Sie verlängern die Behandlung und können zu bleibenden Defekten führen.
- Spannung am Wundrand ist eine der häufigsten vermeidbaren Ursachen der Dehiszenz.
- Rauchen beeinträchtigt die Durchblutung und verzögert die Heilung deutlich.
- Bei persistierend freiliegendem Knochen ist an MRONJ oder Radioosteonekrose zu denken.
- Schlecht eingestellter Diabetes erhöht Infektions- und Heilungsrisiko.
- Wichtigster lokaler Faktor
- spannungsfreier Wundverschluss
- Warnzeichen
- persistierend freiliegender Knochen
Ein spannungsfreier Wundverschluss ist der wichtigste beeinflussbare lokale Faktor. Bei ausbleibender Heilung ist stets an eine medikamentenassoziierte Kiefernekrose oder eine Radioosteonekrose zu denken.
- Alveolitis sicca
Schmerzhafte Koagelstörung ohne eigentliche Infektion.
- Osteonekrose des Kiefers
Freiliegender Knochen über Wochen bei entsprechender Medikamenten- oder Bestrahlungsanamnese.
- Wundverschluss unter Spannung mit vorhersehbarer Dehiszenz.
- Übersehen einer antiresorptiven Vormedikation als Ursache ausbleibender Heilung.
- Antibiotikatherapie ohne Beseitigung der lokalen Ursache.
Spannung ist der häufigste vermeidbare Grund für Dehiszenz – ein Lappen muss ohne Zug aufliegen.
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Risikopatienten, Blutung und gestörte Wundheilung.