ZahnLexikon
← Zurück zum Lexikon
Chirurgie – Spezialfälle
KI-generiert
Chirurgie verlagerter und transplantierter Zähne

Zahntransplantation

Synonyme: Autotransplantation · Zahnverpflanzung

Definition

Bei der Autotransplantation wird ein Zahn innerhalb desselben Patienten von seiner Position in eine andere Alveole verpflanzt. Typischerweise werden Prämolaren oder Weisheitszähne mit noch nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum transplantiert. Der Erfolg hängt entscheidend von der Vitalität der Wurzelhautzellen ab.

Prüfungsfokus
  • Der Erfolg hängt maßgeblich vom Erhalt vitaler Desmodontalzellen ab.
  • Zähne mit nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum haben die beste Prognose durch mögliche Revaskularisierung.
  • Anders als ein Implantat kann ein Transplantat dem Kieferwachstum folgen.
  • Bei abgeschlossenem Wurzelwachstum ist eine Wurzelkanalbehandlung meist erforderlich.
Zahlen & Werte
Beste Prognose
nicht abgeschlossenes Wurzelwachstum
Kritischer Faktor
Vitalität der Desmodontalzellen
Klinische Relevanz

Sie ist besonders bei jugendlichen Patienten attraktiv, weil der transplantierte Zahn mitwachsen kann, was Implantate nicht leisten. Voraussetzung sind atraumatische Entnahme und kurze extraorale Verweildauer.

Abgrenzung
  • Implantat

    Wächst nicht mit und ist erst nach Wachstumsabschluss indiziert.

  • Replantation

    Rückführung eines Zahns in seine ursprüngliche Alveole nach Avulsion.

Typische Fallstricke
  • Traumatische Entnahme mit Schädigung der Wurzelhaut und nachfolgender Ankylose.
  • Zu lange extraorale Verweildauer mit Austrocknung des Desmodonts.
  • Starre Langzeitschienung, die die parodontale Heilung beeinträchtigt.
Merksatz

Der große Vorteil gegenüber dem Implantat: Ein transplantierter Zahn wächst mit dem Kiefer mit.

Bilder & Videos

Medien werden gesucht …

Zusammenhänge
Teil von: Chirurgie verlagerter und transplantierter Zähne

Retinierte Zähne, Weisheitszahnentfernung und Transplantation.