Verlagerte und retinierte Zähne
Synonyme: Dentitio difficilis · Zahnretention · Zahnverlagerung
Als retiniert gilt ein Zahn, der nach Abschluss des normalen Wurzelwachstums seine physiologische Eruptionsposition in der Zahnreihe nicht erreicht hat. Von einer Verlagerung spricht man, wenn die Keimabweichung oder die Durchbruchsrichtung von der normalen Achse abweicht. Häufigste Ursachen sind Platzmangel, vorzeitiger Milchzahnverlust, persistierende Milchzähne oder mechanische Hindernisse wie Odontome.
- Eckzähne im Oberkiefer sind nach den Weisheitszähnen die am häufigsten retinierten Zähne.
- Eine Impaktierung liegt vor, wenn der Durchbruch durch Hart- oder Weichgewebe mechanisch blockiert ist.
- Zur Diagnostik der genauen Lagebezüge zum N. alveolaris inferior oder Nachbarwurzeln ist die DVT das Mittel der Wahl.
- Klinische Konsequenzen reichen von kieferorthopädischer Einordnung bis zur operativen Entfernung.
- Häufigkeit Dritte Molaren
- ca. 20-30%
- Häufigkeit OK-Eckzähne
- ca. 1-3%
- Abschluss Wurzelwachstum
- Definitiver Diagnosezeitpunkt
Retinierte und verlagerte Zähne zeigen eine hohe Prävalenz bei Weisheitszähnen und oberen Eckzähnen. Sie können Resorptionen an Nachbarzähnen, Follikelzysten, neuralgiforme Beschwerden oder entzündliche Komplikationen wie die Dentitio difficilis auslösen.
- Verwechslung von teilretinierten (Perikoronitis-Risiko) mit vollständig retinierten Zähnen ohne Mundhöhlenkontakt.
- Unterschätzung des Resorptionsrisikos für benachbarte Schneidezahnwurzeln bei palatinal verlagerten Eckzähnen.
Eckzahn und Achter stecken fest, wenn der Platz keinen Durchbruch lässt.
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Retinierte Zähne, Weisheitszahnentfernung und Transplantation.