ZahnLexikon
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Implantologie
KI-generiert
Implantatplanung und Diagnostik

Risikofaktoren und Kontraindikationen der Implantation

Synonyme: Implantat-Risikofaktoren · Implantatkontraindikationen · Patientenselektion

Definition

Die Eignung für eine Implantatversorgung wird durch allgemeinmedizinische, lokale und verhaltensbezogene Faktoren bestimmt. Absolute Kontraindikationen sind selten, relative Risiken dagegen häufig und meist beeinflussbar. Eine strukturierte Anamnese ist Voraussetzung jeder Implantatplanung.

Prüfungsfokus
  • Rauchen zählt zu den bedeutsamsten beeinflussbaren Risikofaktoren für periimplantäre Erkrankungen.
  • Eine unbehandelte Parodontitis muss vor der Implantation therapiert werden, da sie als Erregerreservoir wirkt.
  • Antiresorptive Medikation erhöht das Risiko einer medikamentenassoziierten Kiefernekrose.
  • Wachstumsabschluss ist abzuwarten, da Implantate im wachsenden Kiefer nicht mitwandern.
Zahlen & Werte
Zeitpunkt frühestens
nach Abschluss des Kieferwachstums
Voraussetzung
parodontal saniertes und stabiles Restgebiss
Klinische Relevanz

Rauchen, unbehandelte Parodontitis und schlecht eingestellter Diabetes erhöhen das Risiko periimplantärer Komplikationen deutlich. Eine antiresorptive Therapie erfordert eine besonders sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung wegen der Gefahr einer Kiefernekrose.

Abgrenzung
Typische Fallstricke
  • Implantation bei aktiver Parodontitis, wodurch Erreger direkt auf das Implantat übertragen werden.
  • Implantation vor Wachstumsabschluss mit späterer Infraokklusion des Implantats.
  • Unvollständige Medikamentenanamnese, insbesondere zu Antiresorptiva und Immunsuppressiva.
Merksatz

Eine unbehandelte Parodontitis ist keine Ausgangslage für ein Implantat – erst sanieren, dann implantieren.

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Implantatplanung und Diagnostik

Indikation, Zeitpunkt, Risikoabwägung und Planungsmittel.