Hall-Technik
Synonyme: Hall Technique · Non-restorative Krone
Bei der Hall-Technik wird eine konfektionierte Stahlkrone ohne Präparation und ohne Exkavation über den kariösen Milchmolaren zementiert. Die Karies wird dadurch vollständig vom oralen Milieu abgeschlossen; ohne Substratzufuhr kommt der Prozess zum Stillstand. Voraussetzung ist ein vitaler Zahn ohne Zeichen irreversibler Pulpitis oder apikaler Beteiligung.
- Es wird weder präpariert noch exkaviert; die Krone wird mit Glasionomerzement aufzementiert.
- Voraussetzung ist ein vitaler Zahn ohne Anzeichen irreversibler Pulpitis, Fistel oder Aufhellung.
- Die initiale Bisserhöhung gleicht sich meist innerhalb von etwa vier bis acht Wochen aus.
- Die Methode zeigt in Studien bessere Überlebensraten als mehrflächige Füllungen an Milchmolaren.
- Ausgleich der Bisserhöhung
- ca. 4–8 Wochen
- Übliche Separierzeit mit Gummiringen
- 3–5 Tage
- Zement der Wahl
- Glasionomerzement
Das Verfahren kommt ohne Anästhesie und ohne Bohrer aus und eignet sich deshalb besonders für ängstliche oder sehr junge Kinder. Der Biss ist unmittelbar nach Eingliederung um die Kronenstärke erhöht und gleicht sich in der Regel innerhalb weniger Wochen wieder aus. Separiergummis schaffen bei engen Kontaktpunkten vorab Platz.
- Stahlkronen
Klassisch mit Präparation und Exkavation eingesetzt; die Hall-Technik verzichtet auf beides.
- Atraumatische Restaurationstechnik
Entfernt weiches Dentin mit Handinstrumenten, statt die Läsion vollständig zu belassen.
- Anwendung bei bereits irreversibler Pulpitis – die Symptomatik wird eingeschlossen statt beseitigt.
- Verzicht auf eine vorherige Röntgenaufnahme zum Ausschluss einer Furkationsbeteiligung.
- Verunsicherung der Eltern durch die unerklärte Bisserhöhung nach dem Termin.
Karies ohne Nachschub steht still – die Hall-Krone versiegelt statt zu bohren.
Medien werden gesucht …
Füllungen, konfektionierte Kronen und Pulpatherapie.