ZahnLexikon
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Physiologie & Biochemie
KI-generiert
Knochen- und Bindegewebsstoffwechsel

Hormonelle Einflüsse auf das Parodont

Synonyme: Schwangerschaftsgingivitis · Endokrine Einflüsse

Definition

Sexualhormone beeinflussen die Gefäßpermeabilität und die Zusammensetzung der subgingivalen Flora. Erhöhte Östrogen- und Progesteronspiegel verstärken die Entzündungsreaktion des Zahnfleischs auf vorhandene Plaque. Der Biofilm bleibt jedoch die notwendige Voraussetzung, die Hormone wirken lediglich modulierend.

Prüfungsfokus
  • Die Entzündungsreaktion ist verstärkt, der Plaquebiofilm bleibt aber die Ursache.
  • Das Schwangerschaftsgranulom ist eine gutartige, umschriebene Wucherung.
  • Die Beschwerden bilden sich nach der Schwangerschaft meist weitgehend zurück.
  • Zahnmedizinische Behandlung ist in der Schwangerschaft möglich, bevorzugt im zweiten Trimenon.
Zahlen & Werte
Voraussetzung
vorhandener Plaquebiofilm
Bevorzugter Behandlungszeitraum
zweites Trimenon
Klinische Relevanz

Typisch sind die Schwangerschaftsgingivitis und das umschriebene Schwangerschaftsgranulom. Die Behandlung besteht in konsequenter Biofilmkontrolle, da eine hormonelle Intervention nicht möglich und nicht nötig ist.

Abgrenzung
Typische Fallstricke
  • Aufschieben notwendiger Behandlung wegen einer Schwangerschaft ohne medizinischen Grund.
  • Annahme, Hormone allein könnten ohne Plaque eine Gingivitis auslösen.
  • Chirurgische Entfernung eines Schwangerschaftsgranuloms ohne Beseitigung der Reizursache.
Merksatz

Hormone verstärken nur die Reaktion auf Plaque – ohne Biofilm keine hormonell verstärkte Gingivitis.

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Knochen- und Bindegewebsstoffwechsel

RANKL, Kalziumhaushalt und Kollagensynthese.