ZahnLexikon
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Chirurgie – Spezialfälle
KI-generiert
Traumatologie und Nervverletzungen

Kiefergelenkluxation

Synonyme: Kieferluxation · Kieferklemme durch Luxation · Diskusluxation des Kondylus

Definition

Bei der Kiefergelenkluxation verlässt der Kondylus die Gelenkgrube und verhakt sich vor dem Tuberculum articulare. Der Patient kann den Mund nicht mehr schließen, was als offene Kiefersperre imponiert. Auslöser sind meist maximale Mundöffnung beim Gähnen, Erbrechen oder längere zahnärztliche Behandlungen.

Prüfungsfokus
  • Der Kondylus verhakt sich vor dem Tuberculum articulare.
  • Leitsymptom ist die Unfähigkeit, den Mund zu schließen.
  • Die Reposition nach Hippokrates erfolgt durch Druck nach kaudal und dorsal.
  • Rezidivierende Luxationen können eine weiterführende Therapie erfordern.
Zahlen & Werte
Leitsymptom
Mund kann nicht geschlossen werden
Repositionsrichtung
kaudal, dann dorsal
Klinische Relevanz

Die Reposition erfolgt nach Hippokrates durch Druck nach kaudal und anschließend dorsal. Nach erfolgreicher Reposition ist die Mundöffnung für einige Tage zu begrenzen, um ein frühes Rezidiv zu vermeiden.

Abgrenzung
Typische Fallstricke
  • Verwechslung mit einer Kieferklemme, bei der die Mundöffnung eingeschränkt ist.
  • Repositionsversuch ohne ausreichenden Schutz der eigenen Finger.
  • Fehlende Nachsorge mit rascher Reluxation durch erneute weite Mundöffnung.
Merksatz

Bei der Luxation geht der Mund nicht mehr zu – bei der Sperre durch Diskusverlagerung geht er nicht mehr auf.

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Traumatologie und Nervverletzungen

Frakturen, Luxationen und Schädigungen sensibler Nerven.