Diskusverlagerung
Synonyme: Anteriore Diskusverlagerung · Diskusdislokation
Bei der Diskusverlagerung befindet sich der Discus articularis nicht in seiner physiologischen Position auf dem Kondylus, sondern meist nach anterior verlagert. Unterschieden wird die Verlagerung mit Reposition, bei der der Diskus während der Mundöffnung zurückspringt, von der Verlagerung ohne Reposition. Letztere führt typischerweise zu einer Bewegungseinschränkung.
- Reziprokes Knacken bei Öffnung und Schluss spricht für eine Verlagerung mit Reposition.
- Bei akuter Verlagerung ohne Reposition ist die Mundöffnung eingeschränkt und weicht zur betroffenen Seite ab.
- Das Verschwinden eines zuvor bestehenden Knackens kann den Übergang in eine Sperre anzeigen.
- Der Diskus selbst ist im Röntgenbild nicht darstellbar; dafür ist die MRT das Mittel der Wahl.
- Häufigste Richtung
- anterior beziehungsweise anteromedial
- Bildgebung der Wahl
- MRT
Die Verlagerung mit Reposition äußert sich als reziprokes Knacken bei Öffnung und Schluss. Bei akuter Verlagerung ohne Reposition ist die Mundöffnung plötzlich limitiert und der Unterkiefer weicht zur betroffenen Seite ab.
- Kiefergelenkarthrose
Degenerative Veränderung mit Reibegeräusch statt klarem Knacken.
- Myogene CMD
Bewegungseinschränkung durch Muskelschmerz, meist ohne harten Anschlag.
- Bewertung des Ausbleibens des Knackens als Heilung, obwohl eine Sperre eingetreten sein kann.
- Anfertigung eines Röntgenbildes zur Diskusbeurteilung, obwohl dieser dort nicht abbildbar ist.
- Sofortige invasive Therapie, obwohl viele Verläufe unter konservativer Behandlung adaptieren.
Mit Reposition knackt es, ohne Reposition klemmt es – das Knacken verschwindet, wenn die Sperre eintritt.
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CMD, Bruxismus, Diskusverlagerung und Muskelschmerz.