Eingeschränkte Mundöffnung und Trismus
Synonyme: Trismus · Kieferklemme · Hypomobilität
Eine eingeschränkte Mundöffnung liegt vor, wenn die maximale Schneidekantendistanz deutlich unter dem Normbereich von etwa 40 bis 55 mm bleibt. Unterschieden wird zwischen muskulär bedingter Kieferklemme, der Blockade durch einen anterior verlagerten Diskus ohne Reposition und knöchernen Ursachen wie einer Ankylose. Der Endanschlag beim vorsichtigen Nachfedern liefert den entscheidenden Hinweis.
- Die normale maximale Mundöffnung liegt bei etwa 40–55 mm Schneidekantendistanz.
- Weicher Endanschlag spricht für muskuläre, harter Endanschlag für artikuläre Ursachen.
- Bei Diskusverlagerung ohne Reposition weicht der Unterkiefer bei Öffnung zur betroffenen Seite ab.
- Nach Leitungsanästhesie kann ein Hämatom im Musculus pterygoideus medialis eine Kieferklemme auslösen.
- Normale maximale Mundöffnung
- ca. 40–55 mm
- Grenzwert für relevante Einschränkung
- unter ca. 35 mm
- Normale Laterotrusion
- ca. 8–12 mm je Seite
Ein weicher, federnder Anschlag spricht für eine muskuläre Ursache, ein harter Anschlag für eine Blockade im Gelenk. Bei akutem Auftreten sind entzündliche Ursachen wie eine Dentitio difficilis, ein Logenabszess oder ein Hämatom nach Leitungsanästhesie abzuklären. Die Deviation zur betroffenen Seite bei Öffnung ist ein typisches Begleitzeichen der Gelenkblockade.
- Kiefergelenkluxation
Der Mund lässt sich nicht schließen – umgekehrtes Bild zur Kieferklemme.
- Dentogene Abszesse und Logen
Entzündliche Ursache mit Schwellung, Fieber und rascher Entwicklung.
- Übersehen eines odontogenen Abszesses als Ursache einer akut aufgetretenen Kieferklemme.
- Forcierte Mobilisierung bei entzündlicher Ursache mit Verschleppung der Infektion.
- Verwechslung von Kieferklemme (Öffnung eingeschränkt) und Kiefersperre (Schluss nicht möglich).
Weicher Anschlag ist Muskel, harter Anschlag ist Gelenk – und die Öffnung weicht zur kranken Seite.
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CMD, Bruxismus, Diskusverlagerung und Muskelschmerz.