Okklusale Interferenzen
Synonyme: Frühkontakt · Vorkontakt · Balancekontakt
Okklusale Interferenzen sind Kontakte, die eine harmonische Schließbewegung oder Exkursionsbewegung stören. Der Frühkontakt ist der erste Kontakt beim Schließen aus zentrischer Relation, der zu einer Gleitbewegung führt. Hyperbalancekontakte auf der Nichtarbeitsseite gelten funktionell als besonders ungünstig.
- Der Frühkontakt ist der erste Kontakt beim Schließen aus zentrischer Relation.
- Kontakte auf der Nichtarbeitsseite werden als Hyperbalancekontakte bezeichnet.
- Die Prüfung erfolgt getrennt für zentrische Kontakte sowie Laterotrusion und Protrusion.
- Nicht jede nachweisbare Interferenz ist behandlungsbedürftig.
- Übliche Okklusionsfolienstärke
- ca. 8–12 µm
- Funktionell ungünstigster Kontakt
- Hyperbalancekontakt der Nichtarbeitsseite
Interferenzen werden mit dünner Okklusionsfolie in verschiedenen Bewegungsrichtungen dargestellt. Vor jeder Korrektur ist zu klären, ob ein Befund tatsächlich Beschwerden verursacht, da irreversible Maßnahmen nicht rückgängig zu machen sind.
- Eckzahnführung
Erwünschtes Führungskonzept, bei dem der Eckzahn die Seitzähne disokkludiert.
- Gruppenführung
Mehrere Seitenzähne teilen sich die Führung, ebenfalls physiologisch möglich.
- Einschleifen ohne gesicherte Diagnose, wodurch irreversibel Substanz verloren geht.
- Prüfung nur in maximaler Interkuspidation ohne Beurteilung der Exkursionsbewegungen.
- Verwendung zu dicker Okklusionsfolie, die falsch positive Kontaktmarkierungen erzeugt.
Der Hyperbalancekontakt auf der Nichtarbeitsseite gilt als der ungünstigste Kontakt überhaupt.
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