ZahnLexikon
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Funktionslehre & CMD
KI-generiert
Funktionsdiagnostik

Zentrische Relation

Synonyme: Zentrik · Retrale Kontaktposition · RKP

Definition

Die zentrische Relation beschreibt eine definierte, reproduzierbare Lagebeziehung des Unterkiefers zum Oberkiefer, bei der die Kondylen eine kranial-ventrale Position in der Fossa einnehmen. Sie ist zahnunabhängig und dient als Referenzposition für Diagnostik und umfangreiche Rekonstruktionen. Davon zu unterscheiden ist die maximale Interkuspidation als rein zahnbezogene Position.

Prüfungsfokus
  • Die zentrische Relation ist unabhängig von der Zahnstellung definiert.
  • Die maximale Interkuspidation ist dagegen ausschließlich über die Verzahnung bestimmt.
  • Eine Abweichung zwischen beiden Positionen wird als Zentrikdifferenz bezeichnet.
  • Zur Registrierung wird der Unterkiefer geführt, um muskuläre Fehlpositionen zu vermeiden.
Zahlen & Werte
Kondylenposition
kranial-ventral in der Fossa articularis
Abgrenzung
gelenkbezogen (RKP) vs. zahnbezogen (IKP)
Klinische Relevanz

Bei umfangreichen prothetischen Arbeiten wird in zentrischer Relation gearbeitet, weil die vorhandene Verzahnung als Referenz entfällt. Die Registrierung erfordert entspannte Muskulatur, weshalb sie bei akuten Schmerzen unzuverlässig ist.

Abgrenzung
Typische Fallstricke
  • Gleichsetzung von zentrischer Relation und maximaler Interkuspidation.
  • Registrierung bei akuten Schmerzen oder verspannter Muskulatur mit unbrauchbarem Ergebnis.
  • Erzwingen einer retralen Position durch zu kräftige Führung des Unterkiefers.
Merksatz

Zentrische Relation ist gelenkbezogen, maximale Interkuspidation ist zahnbezogen – beide können, müssen aber nicht übereinstimmen.

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Zusammenhänge
Teil von: Funktionsdiagnostik

Klinische und instrumentelle Analyse der Kieferrelation.