Orthognathe Chirurgie
Synonyme: Dysgnathiechirurgie · Umstellungsosteotomie · Kieferverlagerung
Die orthognathe Chirurgie korrigiert skelettale Kieferfehlstellungen durch operative Verlagerung von Ober- und Unterkiefer. Etablierte Verfahren sind die sagittale Spaltung des Unterkiefers und die Le-Fort-I-Osteotomie des Oberkiefers. Sie wird stets mit kieferorthopädischer Vor- und Nachbehandlung kombiniert.
- Die sagittale Spaltung nach Obwegeser-Dal Pont ist das Standardverfahren am Unterkiefer.
- Die Le-Fort-I-Osteotomie ermöglicht die Verlagerung des Oberkiefers.
- Vor der Operation erfolgt eine kieferorthopädische Dekompensation.
- Der Nervus alveolaris inferior ist bei der Unterkieferosteotomie besonders gefährdet.
- Standardverfahren Unterkiefer
- sagittale Spaltung
- Standardverfahren Oberkiefer
- Le-Fort-I-Osteotomie
Die kieferorthopädische Dekompensation vor der Operation stellt die Zähne bewusst in die skelettal korrekte Position, wodurch die Fehlstellung zunächst deutlicher wird. Der Eingriff erfolgt in der Regel erst nach Wachstumsabschluss.
- Kieferorthopädische Kompensation
Rein dentale Tarnung der skelettalen Abweichung ohne Operation.
- Distraktionsosteogenese
Allmähliche Knochenverlängerung statt einzeitiger Verlagerung.
- Operation vor Wachstumsabschluss mit Rezidivrisiko durch weiteres Wachstum.
- Fehlende Aufklärung über die vorübergehende Verschlechterung nach Dekompensation.
- Unterschätzung des Risikos einer dauerhaften Sensibilitätsstörung der Unterlippe.
Vor der OP sieht es schlechter aus – die Dekompensation entlarvt die wahre skelettale Diskrepanz.
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Lagerverbesserung, Augmentation, Umstellungs- und Spaltchirurgie.