ZahnLexikon
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Praxis & Abrechnung
KI-generiert
Hygiene und Qualitätsmanagement

RKI-Empfehlungen und Hygieneplan

Synonyme: Hygieneplan · KRINKO-Empfehlungen · Infektionsprävention

Definition

Die Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert Koch-Institut bilden den fachlichen Maßstab für die Hygiene in der Zahnarztpraxis. Aus ihnen leitet jede Praxis einen schriftlichen, auf ihre Verhältnisse zugeschnittenen Hygieneplan ab. Er regelt Zuständigkeiten, Mittel, Konzentrationen, Einwirkzeiten und Intervalle für alle hygienerelevanten Abläufe.

Prüfungsfokus
  • Der schriftliche Hygieneplan ist verpflichtend und praxisindividuell zu erstellen.
  • Medizinprodukte werden nach Risiko in unkritisch, semikritisch und kritisch eingestuft.
  • Die hygienische Händedesinfektion ist die wirksamste Einzelmaßnahme zur Infektionsprävention.
  • Schulung und Aktualisierung des Hygieneplans erfolgen regelmäßig und werden dokumentiert.
Zahlen & Werte
Einwirkzeit der hygienischen Händedesinfektion
in der Regel 30 Sekunden
Risikoklassen von Medizinprodukten
unkritisch, semikritisch, kritisch
Aktualisierung des Hygieneplans
mindestens jährlich und bei Änderungen
Klinische Relevanz

Der Hygieneplan ist verpflichtend, muss allen Mitarbeitenden zugänglich sein und wird regelmäßig geschult und aktualisiert. Kernpunkte sind die Händehygiene, die Aufbereitung von Medizinprodukten nach Risikoeinstufung, die Flächendesinfektion und die Wasserführung der Behandlungseinheiten.

Abgrenzung
Typische Fallstricke
  • Übernahme eines Musterhygieneplans ohne Anpassung an die eigenen Geräte und Abläufe.
  • Nichtbeachtung der Einwirkzeiten bei der Flächendesinfektion.
  • Fehlende Dokumentation der Schulungen.
Merksatz

Die RKI-Empfehlung ist der Maßstab, der Hygieneplan die eigene Übersetzung davon in den Praxisalltag.

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Zusammenhänge
Teil von: Hygiene und Qualitätsmanagement

Hygieneplan, QM-System und Medizinprodukterecht.