Hygienemanagement in der Praxis
Synonyme: Hygienemanagement · Hygieneplan · Infektionsprävention in der Praxis
Das Hygienemanagement organisiert alle Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionsübertragungen in der Praxis. Grundlage ist ein schriftlicher Hygieneplan, der Zuständigkeiten, Verfahren, Mittel und Intervalle festlegt. Er stützt sich auf die Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention.
- Ein schriftlicher, praxisspezifischer Hygieneplan ist verpflichtend.
- Medizinprodukte werden nach Risiko in unkritisch, semikritisch und kritisch eingestuft.
- Aufbereitungsverfahren sind zu validieren und die Ergebnisse zu dokumentieren.
- Regelmäßige Unterweisung des Teams ist Bestandteil des Hygienemanagements.
- Risikoeinstufung
- unkritisch, semikritisch, kritisch
- Grundlage
- schriftlicher, praxisspezifischer Hygieneplan
Der Hygieneplan muss praxisspezifisch sein und dem Team bekannt und zugänglich vorliegen. Aufbereitungsprozesse sind zu validieren und regelmäßig zu überprüfen, die Ergebnisse sind zu dokumentieren.
- Instrumentenaufbereitung
Konkreter Arbeitsprozess innerhalb des übergeordneten Hygienemanagements.
- Arbeitsschutz
Schützt primär das Personal, etwa vor Nadelstichverletzungen.
- Verwendung eines generischen Musterplans ohne Anpassung an die eigene Praxis.
- Fehlende Dokumentation der Sterilisationschargen, wodurch die Rückverfolgbarkeit entfällt.
- Unklare Zuständigkeiten, sodass Aufgaben im Alltag liegen bleiben.
Ein Hygieneplan aus der Schublade schützt niemanden – er muss praxisspezifisch, bekannt und gelebt sein.
Medien werden gesucht …
Hygieneplan, QM-System und Medizinprodukterecht.