Schmelzinfiltration und Mikroabrasion
Synonyme: Icon-Infiltration · Kariesinfiltration
Die Schmelzinfiltration füllt die Porositäten initialer Läsionen oder Opazitäten mit einem niedrigviskösen Kunststoff. Da dessen Brechungsindex dem des Schmelzes ähnelt, verschwindet der weißliche Aspekt optisch. Die Mikroabrasion trägt dagegen oberflächliche Verfärbungen mechanisch-chemisch minimal ab.
- Die optische Wirkung beruht auf der Angleichung des Brechungsindex an gesunden Schmelz.
- Typische Indikation sind White-Spot-Läsionen nach Multibandbehandlung.
- Vor der Infiltration wird die Läsionsoberfläche mit Salzsäuregel eröffnet.
- Die Mikroabrasion entfernt Substanz und ist damit im Gegensatz zur Infiltration nicht substanzneutral.
- Wirkprinzip
- Angleichung des Brechungsindex
- Voraussetzung
- nicht kavitierte Läsion
Beide Verfahren sind minimalinvasiv und schließen die Lücke zwischen Bleaching und restaurativer Versorgung. Typische Indikationen sind White-Spot-Läsionen nach kieferorthopädischer Behandlung sowie leichte Fluoroseflecken.
- Bleaching
Hellt die gesamte Zahnfarbe chemisch auf, statt einzelne Opazitäten optisch anzugleichen.
- Kompositfüllung
Ersetzt Substanz und ist damit invasiver.
- Anwendung bei bereits kavitierten Läsionen, für die das Verfahren nicht geeignet ist.
- Unzureichende Trockenlegung, wodurch der Infiltrant nicht vollständig eindringt.
- Erwartung einer vollständigen Farbangleichung bei tief liegenden Opazitäten.
Die Infiltration wirkt rein optisch über den Brechungsindex – sie entfernt keine Substanz, sondern füllt Poren.
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Infiltration und Mikroabrasion ohne Substanzverlust.