Rot-Weiß-Ästhetik
Synonyme: Pink-White-Esthetics · Gingiva-Zahn-Harmonie
Die Rot-Weiß-Ästhetik beschreibt das Zusammenspiel von Gingiva (rot) und Zahnhartsubstanz (weiß) im sichtbaren Bereich. Beurteilt werden unter anderem Gingivaverlauf, Papillenfüllung, Zahnproportionen und Symmetrie zur Gesichtsmitte. Ein harmonisches Gesamtbild entsteht erst, wenn beide Komponenten aufeinander abgestimmt sind.
- Die Papillenfüllung hängt maßgeblich vom Abstand zwischen Kontaktpunkt und Alveolarknochen ab.
- Der Gingivazenit liegt bei den mittleren Inzisivi leicht distal der Zahnmitte.
- Symmetrie zur Gesichtsmittellinie wirkt stärker auf den ästhetischen Eindruck als absolute Zahnmaße.
- Die Lachlinie bestimmt, wie viel Gingiva überhaupt sichtbar wird und damit ästhetisch relevant ist.
- Kritischer Abstand Kontaktpunkt–Knochen
- ca. 5 mm für vollständige Papillenfüllung
- Gingivazenit Inzisivi
- leicht distal der Zahnlängsachse
Der Gingivaverlauf der oberen Front sollte symmetrisch sein, wobei die Zenitpunkte der mittleren Schneidezähne und Eckzähne etwa auf einer Höhe liegen. Fehlende Papillen sind ästhetisch schwer zu korrigieren und hängen wesentlich vom Abstand des Kontaktpunkts zum Knochen ab.
- Gummy Smile
Übermäßige Gingivaexposition beim Lachen als eigenständiges Befundbild.
- Rezession
Rückgang des Gingivaverlaufs nach apikal mit freiliegender Wurzeloberfläche.
- Fokussierung allein auf die Zahnform, während der asymmetrische Gingivaverlauf unbeachtet bleibt.
- Versuch, verlorene Papillen rein restaurativ zu ersetzen, ohne die knöcherne Ursache zu berücksichtigen.
- Orientierung an der Zahnmittellinie statt an der Gesichtsmittellinie.
Die Papille füllt den Raum meist vollständig, wenn der Abstand vom Kontaktpunkt zum Knochen etwa 5 mm nicht überschreitet.
Medien werden gesucht …
Smile Design, Farbbestimmung und rot-weiße Ästhetik.