Cire-Krone
Synonyme: Vollgusskrone · Gusskrone
Eine Cire-Krone ist eine gegossene Vollmetallkrone, die im Wachsausschmelzverfahren (Cire perdue) hergestellt wird. Sie dient der vollständigen Fassung eines stark geschädigten Zahnes zur Wiederherstellung von Form und Funktion.
- Die Cire-Krone ist eine Vollgusskrone, die mittels Wachsausschmelzverfahren (Cire perdue) aus Metallgusslegierungen hergestellt wird.
- Sie ermöglicht eine sehr substanzschonende Präparation mit geringer okklusaler und zirkulärer Abtragstiefe.
- Die Kompensation der Legierungskontraktion erfolgt präzise über die gesteigerte Expansion der Einbettmasse beim Vorwärmen.
- Indiziert ist sie vorwiegend im nicht-sichtbaren Seitenzahnbereich sowie bei extremen Abrasionsgebissen mit geringem Platzangebot.
- Aufgrund der Duktilität von Goldlegierungen kann der Kronenrand durch Ananarchieren marginal anlegiert und somit extrem dicht gestaltet werden.
- Okklusaler Substratabtrag (tragender Höcker)
- 1,5 mm
- Okklusaler Substratabtrag (nicht-tragender Höcker)
- 1,0 mm
- Zirkulärer Konuswinkel (Konvergenzwinkel)
- 6°
- Klinisch anzustrebender Randschlussspalt
- < 50 µm
Die Vollgusskrone kommt vorwiegend im nicht-sichtbaren Seitenzahnbereich zum Einsatz, da sie extrem sub stanzschonend präpariert werden kann. Sie bietet eine exzellente Randschlussgenauigkeit und Langlebigkeit bei minimalem okklusalen Platzbedarf.
- Vollkeramiktitankrone / Vollkeramikkrone
Erfordert deutlich höhere Mindestschichtstärken (okklusal 1,5–2,0 mm) und somit mehr Hartsubstanzabtrag als die dünnwandige Cire-Krone.
- Verblendkrone
Besitzt im Gegensatz zur monolithischen Cire-Krone ein teils repariertes Gussgerüst mit vestibulärer Keramik- oder Kunststoffverblendung und benötigt mehr vestibulären Platz.
- Verwechslung von Wachsexpansion und Einbettmasseexpansion: Ein fehlerhaftes Mischungsverhältnis der Einbettmasse führt zu Fehlpassungen des Gussstücks.
- Unzureichende Kantenabrundung bei der Präparation führt zu Spannungsspitzen in der Einbettmasse und zu Gussfehlern.
- Zu steiler Präparationswinkel (< 4°) führt zum Klemmen der Krone beim Einsetzen, während ein zu großer Winkel (> 10°) die Retention drastisch schwächt.
Cire perdue schmilzt das Wachs, Metall gibt der Krone Halt dauerhaft und max.
Medien werden gesucht …
- VoraussetzungPräparationsgrenze
Eine exakt definierte Hohlkehle oder Stufe mit Anschrägung ist die Basis für die Wachsmodellation und den spaltfreien Randschluss.
- VoraussetzungKronenpräparation
Die Formgebung des Stumpfes bestimmt maßgeblich die Retentions- und Widerstandsform für den späteren Gusskörper.
- TherapieBefestigungszement
Cire-Kronen werden aufgrund ihrer hohen Eigenstabilität klassisch mit Zinkoxid-Phosphatzement oder Glasionomerzement mikromechanisch zementiert.
- DiagnostikRandschluss
Die Passgenauigkeit des Gussrandes wird mit der Sonde klinisch auf Stufen oder Spaltbildungen überprüft, um Sekundärkaries zu vermeiden.
Kronen, Brücken, Präparation und Zementierung.