ZahnLexikon
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Prothetik
geprüft
Festsitzender Zahnersatz

CAD/CAM

Synonyme: Intraoralscanner · Computer-Aided Design/Computer-Aided Manufacturing

Definition

CAD/CAM bezeichnet die computergestützte Konstruktion und Fertigung von dentalem Zahnersatz. Mithilfe digitaler Abformung und Fräs- bzw. 3D-Druckverfahren werden Inlays, Kronen, Brücken und Implantatversorgungen hochpräzise hergestellt.

Prüfungsfokus
  • CAD/CAM unterscheidet bezüglich des Arbeitsablaufs zwischen Chairside- (direkt in der Praxis), Labside- (im Praxislabor) und Zentren-Fertigung (zentrales Fräszentrum).
  • Für eine exakte optische Abformung ist bei subgingivalen Präparationsgrenzen eine adäquate Gingivaretraktion zwingend erforderlich, da Licht Weichgewebe nicht durchdringt.
  • Subtraktive Fertigungsverfahren erfordern materialabhängige Mindestwandstärken sowie die Berücksichtigung von Werkzeugradien zur Vermeidung von Überfräsungen.
  • Additive Verfahren (wie 3D-Druck oder Selektives Laserschmelzen) werden bevorzugt für Modelle, Aufbissschienen und Metallgerüste genutzt.
  • Vorgesintertes Zirkonoxid wird im vergrößerten Maßstab gefräst, da es beim anschließenden Dichtsintern um ca. 20 bis 25 % schrumpft.
Zahlen & Werte
Sinterschrumpfung von vorgesintertem Zirkonoxid (Grünling)
20-25 %
Klinischer Randschlussspalt angestrebt für CAD/CAM-Restaurationen
< 50 µm
Mindestwandstärke okklusal für monolithisches Zirkonoxid
0,6-1,0 mm
Mindestwandstärke okklusal für CAD/CAM-Feldspatkeramik
1,5 mm
Klinische Relevanz

CAD/CAM-Verfahren ermöglichen die Verarbeitung hochfester Vollkeramiken wie Zirkonoxid in einer einzigen Sitzung (Chairside). Eine präzise Scan-Technik und die Beachtung der spezifischen Materialmindeststärken sind essenziell für den Langzeiterfolg.

Abgrenzung
  • Subtraktive Fertigung

    Material wird aus einem soliden Materialblock mittels Fräsen oder Schleifen abgetragen.

  • Additive Fertigung

    Material wird schichtweise durch Verfahren wie 3D-Druck oder Stereo-Lithografie aufgebaut.

Typische Fallstricke
  • Annahme, dass ein Scanner Präparationsfehler kaschiert: Unterpräparationen, scharfe Kanten oder unklare Präparationsgrenzen führen direkt zu Passungsfehlern der CAD/CAM-Restauration.
  • Fehlerhafte Kühlung beim Nass- bzw. Trockenschleifen: Vorgesintertes Zirkonoxid muss trocken gefräst werden, während Glaskeramik zwingend unter Nasskühlung geschliffen werden muss, um Mikrorisse zu vermeiden.
Merksatz

Erst digital konstruieren (CAD), dann präzise fräsen (CAM).

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Festsitzender Zahnersatz

Kronen, Brücken, Präparation und Zementierung.