Randschluss
Synonyme: Randschlussgüte · Randsitz
Der Randschluss beschreibt den stufenlosen und dichten Übergang zwischen dem Rand einer zahnärztlichen Restauration und der präparierten Zahnsubstanz. Ein optimaler Randschluss ist entscheidend zur Verhinderung von Mikroleckagen, Sekundärkaries und Gingivitis.
- Ein klinisch akzeptabler Randschlussspalt liegt typischerweise unter 100 µm, idealerweise unter 50 µm.
- Ein unzureichender Randschluss begünstigt Zementauswaschung und gilt als Hauptursache für Sekundärkaries bei Kronenarbeiten.
- Die präzise Darstellung der Präparationsgrenze in der Abformung ist die zwingende Voraussetzung für einen passgenauen Randschluss.
- Supragingivale Präparationsgrenzen ermöglichen eine leichtere Kontrolle des Randschlusses und eine sicherere Überschussentfernung.
- Adhäsive Befestigungssysteme können geringfügige Mikroleckagen im Randschlussbereich besser kompensieren als konventionelle Zemente.
- Klinisch akzeptabler Randschlussspalt
- < 100 µm
- Angestrebter idealer Randschlussspalt (CAD/CAM/Guss)
- < 50 µm
- Typische Zementfugenbreite konventioneller Befestigungszemente
- 20–50 µm
Ein mangelhafter Randschluss führt zu einer Spaltbildung zwischen Krone und Präparationsgrenze. In der Folge kommt es zur Zementauswaschung, sekundärer Kariesentstehung und entzündlichen Parodontalreaktionen.
- Randschlussspalt
Der Randschlussspalt beschreibt die konkrete geometrische Distanz zwischen Restauration und Zahn, während der Randschluss die Gesamtheit der Passgenauigkeit und Dichtigkeit bezeichnet.
- Präparationsgrenze
Die Präparationsgrenze ist die präparierte Stufe oder Hohlkehle am Zahn, an welcher der Randschluss der Restauration zu liegen kommen muss.
- Verwechslung des qualitativen Randschlusses mit der reinen topografischen Lage der Präparationsgrenze.
- Annahme, dass konventioneller Zement einen dauerhaft spaltfreien Randschluss garantiert, obwohl Zemente im Milschmilieu auswaschbar sind.
- Belassen von Zementüberschüssen im Approximalraum, was klinisch wie ein mangelhafter Randschluss wirkt und Gingivitis auslöst.
Kein Spalt am Rand hält die Karies im Bann.
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- VoraussetzungPräparationsgrenze
Eine eindeutig definierte Präparationsgrenze ist die Grundvoraussetzung für die Herstellung eines dichten Randschlusses.
- DiagnostikPräzisionsabformung
Die Präzisionsabformung überträgt den präparierten Rand exakt auf das Arbeitsmodell zur Erzielung eines optimalen Randschlusses.
- FolgeSekundärkaries
Ein mangelhafter Randschluss führt über Mikroleckagen und Zementauswaschung primär zu Sekundärkaries.
- VerwandtBefestigungszement
Der Befestigungszement dient dem mikro- oder makromechanischen Ausfüllen des verbleibenden Minimalspalts beim Randschluss.
- FolgeGingivitis
Randschlussungenauigkeiten und überstehende Kronenränder führen durch verstärkte Plaqueakkumulation zu lokaler Gingivitis.
Kronen, Brücken, Präparation und Zementierung.