Ferrule-Effekt
Synonyme: Fassreifeneffekt · Ferrule-Design
Der Ferrule-Effekt beschreibt den stützenden Fassreifeneffekt einer Krone, die die verbliebene gesunde Zahnsubstanz zirkulär umfasst. Er erfordert eine koronal der Präparationsgrenze liegende Dentinhöhe von mindestens 1,5 bis 2 mm.
- Der Ferrule-Effekt erfordert eine zirkuläre Dentinhöhe von mindestens 1,5 bis 2 mm koronal der Präparationsgrenze.
- Die minimale Dentinwandstärke des Fassreifens muss mindestens 1 mm betragen, um Keilwirkungen des Stiftaufbaus abzufangen.
- Ein adäquater Ferrule-Effekt reduziert das Risiko von Längsfrakturen bei endodontisch behandelten Zähnen signifikant.
- Fehlender Ferrule-Effekt führt unter funktioneller Belastung häufig zu Dezementierung, Stiftfraktur oder Zahnfraktur.
- Zur Ausbildung des Ferrule-Effekts muss die biologische Breite unter allen Umständen gewahrt bleiben.
- Mindesthöhe des Fassreifens (Ferrule)
- 1,5 - 2,0 mm
- Mindestwandstärke des verbleibenden Dentins
- 1,0 mm
- Geforderter Abstand zur Crista alveolaris (Biologische Breite)
- ca. 2,0 mm
Ein adäquater Ferrule-Effekt reduziert das Risiko von Zahnfrakturen bei endodontisch behandelten Zähnen signifikant. Fehlt der Fassreifeneffekt, ist eine chirurgische Kronenverlängerung oder eine kieferorthopädische Extrusionsbehandlung indiziert.
- Biologische Breite
Die biologische Breite beschreibt den supraalveolären parodontalen Gewebekomplex, während der Ferrule-Effekt die koronal davon liegende gesunde Dentinhöhe zur Kronenfassung bezeichnet.
- Stiftaufbau
Ein Stiftaufbau dient primär der Verankerung des Stumpfes im Wurzelkanal, schützt den Zahn aber ohne zusätzlichen Ferrule-Effekt nicht vor Frakturen.
- Verwechslung der präparierten Stumpfhöhe mit der Höhe des gesunden Dentingürtels koronal der Präparationsgrenze.
- Zu weites Verlegen der Präparationsgrenze nach subgingival zur Ferrule-Gewinnung unter Verletzung der biologischen Breite.
- Die Annahme, dass eine adhäsive Stiftinsertion einen fehlenden Fassreifeneffekt biomechanisch gleichwertig ersetzen kann.
Zwei Millimeter Dentin im Kreis verhindern den Mazerations-Spleiss.
Medien werden gesucht …
- VoraussetzungStiftaufbau
Der Ferrule-Effekt schützt die Zahnwurzel vor den Keilkräften, die ein Stiftaufbau bei okklusaler Belastung auf das Dentin ausübt.
- TherapieChirurgische Kronenverlängerung
Reicht das koronale Dentin für einen Ferrule-Effekt nicht aus, kann durch Knochenresektion gesunde Zahnhartsubstanz freigelegt werden.
- VerwandtEndodontisch behandelter Zahn
Endodontisch behandelte Zähne weisen durch den koronalen Substanzverlust eine erhöhte Frakturgefahr auf und sind essenziell auf den Fassreifeneffekt angewiesen.
- VoraussetzungPräparationsgrenze
Die Lage der Präparationsgrenze entscheidet darüber, wie viel gesunde Dentinhöhe koronal für den Fassreifeneffekt zur Verfügung steht.
Kronen, Brücken, Präparation und Zementierung.