ZahnLexikon
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Anatomie & Histologie
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Weichgewebe der Mundhöhle

Gaumen

Synonyme: Palatum · Harter und weicher Gaumen

Definition

Der Gaumen trennt Mund- und Nasenhöhle und gliedert sich in den knöchernen harten Gaumen und den muskulären weichen Gaumen. Der harte Gaumen wird von Processus palatinus der Maxilla und Lamina horizontalis des Os palatinum gebildet. Der weiche Gaumen verschließt beim Schlucken den Nasenrachenraum.

Prüfungsfokus
  • Der harte Gaumen entsteht aus Processus palatinus maxillae und Lamina horizontalis ossis palatini.
  • Der Nervus nasopalatinus versorgt die Region hinter den oberen Frontzähnen.
  • Der Nervus palatinus major versorgt den übrigen harten Gaumen.
  • Der weiche Gaumen hebt sich beim Schlucken und verschließt den Nasenrachenraum.
Zahlen & Werte
Innervation Frontbereich
N. nasopalatinus
Innervation übriger harter Gaumen
N. palatinus major
Klinische Relevanz

Der Nervus palatinus major versorgt den größten Teil des harten Gaumens und ist Ziel der Gaumenanästhesie. Die palatinale Schleimhaut ist fest mit dem Periost verwachsen, was Injektionen dort besonders schmerzhaft macht.

Abgrenzung
  • Weicher Gaumen

    Muskulär und beweglich, ohne knöcherne Grundlage.

  • Torus palatinus

    Gutartige knöcherne Exostose in der Gaumenmitte ohne Krankheitswert.

Typische Fallstricke
  • Verwechslung der Versorgungsgebiete von Nervus nasopalatinus und Nervus palatinus major.
  • Zu schnelle Injektion in die straff verwachsene palatinale Schleimhaut.
  • Annahme, der weiche Gaumen enthalte ebenfalls knöcherne Anteile.
Merksatz

Die palatinale Schleimhaut ist unverschieblich mit dem Knochen verwachsen – deshalb tut die Injektion dort besonders weh.

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Weichgewebe der Mundhöhle

Mundschleimhaut, Zunge, Gaumen und Mundboden.