Maxilla
Synonyme: Oberkiefer · OK
Die Maxilla bezeichnet den paarigen Oberkieferknochen, der den zentralen Teil des Viszerokraniums bildet. Sie enthält die Sinus maxillares (Kieferhöhlen) und begrenzt die Mundhöhle, die Nasenhöhle sowie die Augenhöhlen.
- Die Maxilla weist eine dünne Kortikalis und spongiöse Knochenstruktur auf, was Infiltrationsanästhesien im Oberkiefer besonders effektiv macht.
- Der Processus alveolaris der Maxilla resorbiert nach Zahnverlust zentripetal, wodurch der Zahnbogen kleiner wird.
- Die Nähe der Apizes der Oberkieferseitenzähne zur Kieferhöhle birgt bei Extraktionen ein hohes Risiko für eine Mund-Antrum-Verbindung.
- Traumatische Oberkieferfrakturen werden klassisch nach der Le-Fort-Klassifikation (Typ I bis III) eingeteilt.
- Knochendichte nach Misch
- D3 bis D4
- Optimaler Zeitraum für plastischen MAV-Verschluss
- innerhalb von 24-48 Stunden
- Le-Fort-Klassifikation
- Typ I (horizontal), Typ II (pyramidal), Typ III (kortikofaziale Trennung)
Aufgrund der spongiösen Knochenstruktur heilen Defekte und Implantate in der Maxilla meist schneller ein als im Unterkiefer, bieten jedoch eine geringere primäre Knochendichte. Bei unzureichendem Knochenangebot im Seitenzahnbereich wird chirurgisch oft ein Sinuslift durchgeführt.
- Mandibula
Die Mandibula ist der unpaarige Unterkieferknochen mit kompakterer Knochenstruktur und zentrifugaler Resorption, während die Maxilla paarig, spongiöser und zentripetal resorbiert.
- Os zygomaticum
Das Jochbein grenzt zwar lateral an die Maxilla an, trägt jedoch im Gegensatz zur Maxilla keine Zähne und enthält keine Kieferhöhle.
- Fehlende Durchführung des Valsalva-Versuchs nach Extraktion von Oberkiefermolaren zum Ausschluss einer eröffneten Kieferhöhle.
- Annahme einer gleichhohen Knochendichte wie in der Mandibula, was bei Implantatprozeduren zur Fehleinschätzung der Primärstabilität führt.
Maxilla macht das Dach der Mundhöhle und birgt die Kieferhöhle.
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- FolgeMund-Antrum-Verbindung
Durch die dünne Knochenlamelle zwischen den Apizes der Oberkieferseitenzähne und dem Sinus maxillaris kann bei Extraktionen eine MAV entstehen.
- TherapieSinuslift
Ein chirurgisches Verfahren zur Augmentation des Sinusbodendefekts bei unzureichendem Knochenangebot in der posterioren Maxilla.
- VerwandtSchneidersche Membran
Die Schleimhautauskleidung des Sinus maxillaris befindet sich unmittelbar innerhalb der Hohlräume der Maxilla.
- TherapieRehrmann-Lappen
Ein mucoperiostaler Verschiebelappen zur Deckung eröffneter Kieferhöhlen im Bereich der Maxilla.
Wurzelspitzenresektion, Freilegung und Plastiken.