Implantatprothetik
Synonyme: Implantatgetragener Zahnersatz
Die Implantatprothetik umfasst die Versorgung von Lücken oder zahnlosen Kiefern mit festsitzendem oder herausnehmbarem Zahnersatz auf osseointegrierten Implantaten. Sie nutzt Abutments als Verbindungselemente zwischen Implantat und Suprakonstruktion.
- Verschraubte Suprakonstruktionen ermöglichen eine einfache Revisionsfähigkeit und vermeiden das Risiko einer Periimplantitis durch Zementüberschüsse.
- Bei der offenen Abformung verbleibt der Abformpfosten im individuell perforierten Löffel, was bei stark divergenten Implantatachsen indiziert ist.
- Ein ausreichender Abstand von mindestens 1,5 mm zum Nachbarzahn und 3,0 mm zwischen zwei Implantaten muss zur Erhaltung des approximalen Knochens eingehalten werden.
- Zementierte Versorgungen bieten ästhetische Vorteile im Frontzahnbereich, bergen jedoch das Risiko einer Zementitis bei subgingivalen Rändern.
- Der passive Sitz (Passive Fit) der Suprakonstruktion ist essenziell, um biomechanische Komplikationen wie Schraubenlockerung oder Knochenabbau zu verhindern.
- Mindestabstand zwischen zwei Implantaten
- 3,0 mm
- Mindestabstand Implantat zu Nachbarzahn
- 1,5 mm
- Sicherheitsabstand zum Nervus alveolaris inferior
- 2,0 mm
- Drehmoment Abutmentschraube (je nach System)
- 20 - 35 Ncm
Es wird zwischen verschraubten und zementierten Versorgungen differenziert, wobei verschraubte Varianten eine leichtere Revisionsfähigkeit bieten. Bei der Abformung kommen offene oder geschlossene Abformpfosten zum Einsatz.
- Konventionelle Prothetik
Nutzt natürliche Zähne mit parodontaler Eigenbeweglichkeit als Pfeiler, während die Implantatprothetik auf ankylovisch osseointegrierten Pfeilern verankert ist.
- Periimplantäre Mukositis
Beschränkt sich auf eine reversible Entzündung des periimplantären Weichgewebes ohne progredienten Knochenabbau.
- Verwechslung von offener und geschlossener Abformung bei tief liegenden oder stark divergenten Implantaten.
- Unzureichendes Entfernen subgingivaler Zementüberschüsse nach dem Eingliedern zementierter Suprakonstruktionen.
- Vernachlässigung der fehlenden Resilienzdämpfung von Implantaten im Vergleich zu parodontal gelagerten Zähnen bei der Okklusionsgestaltung.
Verschraubt oder zementiert – auf Implantaten stabil platziert.
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- VoraussetzungAbutment
Dient als konfektioniertes oder individuelles Verbindungselement zwischen dem Implantatkörper und der Suprakonstruktion.
- VerwandtSuprakonstruktion
Bezeichnet die eigentliche prothetische Versorgungsform wie Krone, Brücke oder Prothese auf den Implantaten.
- FolgePeriimplantitis
Kann durch Zementüberschüsse oder mangelnde Hygienefähigkeit des implantatprothetischen Designs ausgelöst werden.
- DiagnostikDigitale Volumentomographie
Erlaubt im Rahmen des Backward Plannings die dreidimensionale Ausrichtung der Implantate an der geplanten Prothetik.
Suprakonstruktionen, Abutments und Verankerung.