Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)
Synonyme: Craniomandibuläre Dysfunktion · Kiefergelenkdysfunktion · CMD · Myoarthropathie · Temporomandibular Disorders
Die craniomandibuläre Dysfunktion ist ein Sammelbegriff für schmerzhafte und funktionelle Störungen der Kaumuskulatur, der Kiefergelenke und der zugehörigen Strukturen. Leitsymptome sind Schmerzen im Gesichts- und Kieferbereich, Gelenkgeräusche und eingeschränkte Unterkieferbeweglichkeit. Die Ätiologie ist multifaktoriell mit muskulären, artikulären und psychosozialen Anteilen.
- Die Leitsymptome sind Schmerz, Gelenkgeräusche und eingeschränkte Mundöffnung.
- Psychosoziale Faktoren wie Stress und Angst beeinflussen Entstehung und Verlauf erheblich.
- Die Ersttherapie ist reversibel: Aufklärung, Selbstbeobachtung, Physiotherapie und Schienentherapie.
- Die Einteilung unterscheidet myogene, arthrogene und kombinierte Formen.
- Normale maximale Mundöffnung
- ca. 40–55 mm Schneidekantendistanz
- Therapieprinzip zuerst
- reversibel und nicht-invasiv
Die Diagnostik beginnt mit einer strukturierten klinischen Funktionsanalyse, nicht mit apparativen Verfahren. Die Ersttherapie ist grundsätzlich reversibel und nicht-invasiv; irreversible Eingriffe wie Einschleifen sind erst nach gesicherter Diagnose zu erwägen.
- Trigeminusneuralgie
Blitzartig einschießender, sekundenkurzer Schmerz entlang eines Trigeminusastes statt dumpfem Dauerschmerz.
- Dentogener Schmerz
Auf einen Zahn lokalisierbar, mit pathologischem Sensibilitäts- oder Perkussionsbefund.
- Einschleifen der Okklusion als Ersttherapie, obwohl es irreversibel ist und den Befund nicht sichert.
- Reduktion der Ursache auf die Okklusion, obwohl CMD multifaktoriell bedingt ist.
- Übersehen von Differenzialdiagnosen wie Trigeminusneuralgie, Otitis oder dentogenen Schmerzursachen.
CMD wird zuerst reversibel behandelt – Schiene, Aufklärung, Physiotherapie. Irreversible Maßnahmen sind kein Einstieg.
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CMD, Bruxismus, Diskusverlagerung und Muskelschmerz.