ZahnLexikon
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Funktionslehre & CMD
KI-generiert
Funktionsstörungen des Kausystems

Bruxismus

Synonyme: Zähneknirschen · Zähnepressen · Parafunktion

Definition

Bruxismus ist eine repetitive Aktivität der Kaumuskulatur mit Pressen oder Knirschen der Zähne. Unterschieden werden Schlafbruxismus und Wachbruxismus, die unterschiedliche Entstehungsmechanismen aufweisen. Nach aktuellem Verständnis ist Bruxismus nicht per se eine Erkrankung, sondern ein Verhalten, das Risikofaktor sein kann.

Prüfungsfokus
  • Schlafbruxismus ist zentralnervös reguliert und mit Weckreaktionen assoziiert, Wachbruxismus eher stressassoziiert.
  • Attritionsfacetten sind glänzend und passen bei Bewegung exakt aufeinander.
  • Die Schiene verhindert das Knirschen nicht, schützt aber die Zahnhartsubstanz.
  • Bestimmte Medikamente und Genussmittel können Bruxismus verstärken.
Zahlen & Werte
Haupteinteilung
Schlafbruxismus und Wachbruxismus
Therapieansatz
Aufklärung, Stressmanagement, Schienenschutz
Klinische Relevanz

Klinische Hinweise sind Attritionsfacetten, Impressionen an Zunge und Wangenschleimhaut sowie muskuläre Verspannungen. Die Therapie kombiniert Aufklärung, Stressmanagement und Schienenschutz; eine ursächliche Heilung existiert nicht.

Abgrenzung
  • Erosion

    Säurebedingter Substanzverlust mit gerundeten, matten Flächen ohne passende Gegenfacetten.

  • Abrasion

    Verschleiß durch Fremdkörper wie Zahnbürste oder abrasive Pasten.

Typische Fallstricke
  • Annahme, die Schiene beseitige den Bruxismus, statt lediglich die Folgen abzufangen.
  • Verwechslung von Attrition mit Erosion, obwohl Ursache und Therapie unterschiedlich sind.
  • Umfangreiche prothetische Rekonstruktion ohne vorherigen Schutz vor weiterer Parafunktion.
Merksatz

Bruxismus ist ein Verhalten, keine Krankheit – behandelt werden die Folgen und die Risikofaktoren.

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Funktionsstörungen des Kausystems

CMD, Bruxismus, Diskusverlagerung und Muskelschmerz.