Teleskopkronen
Synonyme: Doppelkronen · Teleskope
Teleskopkronen sind doppelkronige Verbindungselemente in der kombiniert feststehend-herausnehmbaren Prothetik. Sie bestehen aus einer inneren Primärkrone (Matrize) und einer genau darüberpassenden äußeren Sekundärkrone (Patrize). Die Haftung erfolgt primär durch Reibung (Friktion) zwischen den parallelen Außenflächen.
- Zylindrische Teleskopkronen besitzen einen Fräswinkel von 0° und erzielen ihre Haftung primär durch Gleitfriktion.
- Das System ermöglicht eine weitgehend axiale Belastungseinleitung auf die Pfeilerzähne und minimiert dadurch schädliche Kippkräfte.
- Bei genanntem Pfeilerverlust erlaubt die Teleskopversorgung eine problemlose prothetische Erweiterbarkeit ohne Neuanfertigung.
- Die Präparation erfordert einen ausreichend starken Substanzabtrag zur Aufnahme beider Kronen ohne Überkonturierung.
- Der Verlauf des Primärkronenrandes muss supragingival oder equigingival liegen, um die parodontale Hygiene zu gewährleisten.
- Fräswinkel zylindrische Teleskopkrone
- 0°
- Mindestwandstärke Metall-Primärkrone
- 0,3 - 0,4 mm
- Angestrebte Retentionskraft pro Doppelkrone
- 5 - 10 N
Die Primärkrone wird fest auf dem präparierten Zahnstumpf zementiert, während die Sekundärkrone in den herausnehmbaren Zahnersatz eingegliedert wird. Wichtig für den Langzeiterfolg sind eine präzise Parallelisierung der Pfeilerzähne und ein adäquates Parodontalhygiene-Konzept. Das System ermöglicht eine hervorragende Erweiterbarkeit bei eventuellem Zahnverlust.
- Konuskrone
Konuskronen weisen eine konische Wandung auf (Konuswinkel 2°–6°) und haften über eine Keilwirkung, während Teleskopkronen exakt parallelwandig (0°) gefräst sind.
- Resilienzteleskop
Resilienzteleskope verfügen über ein definiertes vertikales Spiel zwischen Innen- und Außenkrone zur Entlastung des Pfeilerzahns, während klassische Teleskope starr verankern.
- Gleichsetzung von zylindrischen Teleskopkronen (0° Fräswinkel, reiner Gleitkontakt) mit Konuskronen (konischer Winkel, Keilwirkung).
- Ungenügende Substanzreduktion bei der Präparation, was zu überkonturierten Sekundärkronen und folglicher Plaqueakkumulation führt.
Primärkrone klebt fest, Sekundärkrone nimmt die Prothese mit.
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- TherapieTeleskopprothese
Teleskopkronen dienen als Verankerungselemente für die herausnehmbare Teleskopprothese.
- DiagnostikParodontitis
Vor Versorgung mit Teleskopkronen muss eine Parodontitis therapiert sein, da der Pfeilerzahn das parodontale Lager belasten wird.
- VerwandtHybridprothese
Die teleskopierende Versorgung ist eine Ausprägung der kombiniert feststehend-herausnehmbaren Hybridprothetik.
- VoraussetzungKronenpräparation
Eine adäquate Kronenpräparation schafft den nötigen Platzbedarf für die doppelkronige Konstruktion.
Total- und Teilprothesen, Halteelemente und Statik.