Teleskopprothese
Synonyme: Doppelkronenprothese · Teleskopierende Prothese
Eine Teleskopprothese ist ein kombinierter Zahnersatz, der über doppelkronige Verankerungselemente auf Restzähnen befestigt wird. Sie besteht aus einer fest einzementierten Primärkrone und einer in den abnehmbaren Zahnersatz integrierten Sekundärkrone.
- Die Achsenparallelität aller Primärkronen zueinander ist zwingende Voraussetzung für eine konfliktfreie gemeinsame Einschubrichtung.
- Teleskopprothesen übertragen die Kaukräfte primär axioparodontal auf die Pfeilerzähne und schonen somit die Restdentition.
- Galvano-Teleskope nutzen eine galvanisch abgeschiedene Feingold-Sekundärkrone für eine präzise, reibungsarme Passung und gleichmäßige Friktion.
- Bei erneutem Zahnverlust lässt sich die Teleskopprothese meist problemlos durch Erweiterung des Sekundärgerüsts anpassen.
- Im Vergleich zu festsitzenden Brücken erlaubt die Abnehmbarkeit der Prothese eine optimale Mundhygiene an den Pfeilerzähnen.
- Konuswinkel α bei Konuskronen
- 2° bis 6°
- Mindestwandstärke der Primärkrone
- 0,3 mm bis 0,5 mm
- Schichtdicke Galvano-Gold-Sekundärkrone
- ca. 0,2 mm
- Präparationswinkel Parallel-Teleskop
- 0°
Das Retentionsprinzip beruht auf Reibung oder Formschluss zwischen den Parallelwandungen von Primär- und Sekundärteil. Die Konstruktion bietet eine gute Erweiterbarkeit bei weiterem Zahnverlust und eine achsengerechte Belastung der Pfeilerzähne.
- Geschiebeverankerung
Geschiebe nutzen konfektionierte oder individuell gefräste Halteelemente außerhalb der Zahnkontur, während Teleskopkronen den gesamten Zahnstumpf umfassen.
- Stegversorgung
Eine Stegversorgung verblockt Pfeilerzähne starre durch einen Steg, auf dem die Prothese reitet, statt einzelner Doppelkronen-Kopplungen zu nutzen.
- Modellguss
Eine Modellgussprothese nutzt gegossene Klammern an teils unüberkronten Zähnen zur Retention, was zu ungünstigeren Belastungsvektoren führt.
- Verwechslung des Retentionsprinzips von zylindrischen Parallel-Teleskopen (Gleitreibung) mit Konuskronen (Keilwirkung und Formschluss im Endsitz).
- Nicht-Beachtung gemeinsamer Einschubrichtungen bei der Präparation mehrerer weit auseinanderstehender Pfeilerzähne.
- Übermäßige Retention durch zu steile Konuswinkel, die zu Pfeilerzahnüberlastungen beim Herausnehmen führen kann.
Primär schützt und Sekundär stützt – Friktion, die dem Zahnersatz nützt.
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- VoraussetzungUnterstützende Parodontaltherapie
Ein parodontal saniertes Gebiss ist essenziell für die Pfeilerzahnprognose unter einer Teleskopprothese.
- VerwandtHybridprothese
Die Teleskopprothese ist eine spezielle Bauform der Hybridprothese bzw. des kombinierten Zahnersatzes.
- VoraussetzungFerrule-Effekt
Ausreichende koronal-dentinäre Fassung der Pfeilerzähne schützt den Stiftaufbau und die Primärkrone vor Dezementierung und Fraktur.
- VoraussetzungPräzisionsabformung
Eine exakte Übertragungsabformung der Primärkronen im Mund ist für die spannungsfreie Anfertigung des Sekundärgerüsts zwingend.
- DiagnostikPräparationsgrenze
Die Präparationsgrenze muss für die Randschärfe der Primärkrone exakt dargestellt und dargestellt werden.
Total- und Teilprothesen, Halteelemente und Statik.