CMD-Screening
Synonyme: CMD-Kurzbefund · Funktionsscreening · Screeningbogen
Das CMD-Screening ist eine kurze, standardisierte Untersuchung, mit der sich in wenigen Minuten abschätzen lässt, ob eine weiterführende Funktionsanalyse nötig ist. Erfasst werden typischerweise Mundöffnung und Asymmetrie der Öffnungsbewegung, Gelenkgeräusche, Schmerz bei Palpation von Muskulatur und Gelenk, exzentrische Bewegungen sowie okklusale Auffälligkeiten. Es ersetzt die klinische Funktionsanalyse nicht, sondern steuert deren Indikation.
- Das Screening dient der Indikationsstellung, nicht der Diagnose.
- Ab etwa zwei auffälligen Befunden ist eine weiterführende Funktionsanalyse angezeigt.
- Es sollte vor umfangreichen restaurativen und kieferorthopädischen Maßnahmen erfolgen.
- Erfasst werden unter anderem Mundöffnung, Deviation, Gelenkgeräusche und Palpationsschmerz.
- Schwelle für weiterführende Diagnostik
- ≥ 2 auffällige Befunde
- Zeitbedarf
- ca. 1–3 Minuten
- Übliche Zahl der Prüfpunkte
- 5–6
Als Faustregel gilt: Zwei oder mehr auffällige Befunde sprechen für eine weiterführende Untersuchung. Sinnvoll ist das Screening vor umfangreicheren restaurativen oder kieferorthopädischen Behandlungen, weil eine vorbestehende Funktionsstörung sonst nach der Therapie fälschlich dieser zugeschrieben wird.
- Klinische Funktionsanalyse
Vollständige, systematische Untersuchung mit Befunddokumentation aller Strukturen.
- Instrumentelle Funktionsanalyse
Apparative Erfassung von Bewegungsbahnen und Kieferrelation im Artikulator.
- Gleichsetzen eines auffälligen Screenings mit einer behandlungsbedürftigen CMD.
- Verzicht auf das Screening vor großen Rehabilitationen mit späterem Zuordnungsproblem.
- Dokumentationslücke, weil der Befund nur mündlich erhoben wird.
Vor jeder großen Arbeit einmal screenen – sonst gehört die vorbestehende CMD hinterher der neuen Versorgung.
Medien werden gesucht …
Klinische und instrumentelle Analyse der Kieferrelation.