ZahnLexikon
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Funktionslehre & CMD
KI-generiert
Funktionsdiagnostik

DC/TMD-Klassifikation

Synonyme: Diagnostic Criteria for Temporomandibular Disorders · RDC/TMD

Definition

Die DC/TMD sind ein international standardisiertes Diagnosesystem für Funktionsstörungen des Kausystems. Sie arbeiten zweiachsig: Achse I erfasst die körperlichen Diagnosen mit definierten klinischen Kriterien, Achse II die psychosozialen Faktoren wie Schmerzintensität, Beeinträchtigung, Depressivität und Somatisierung. Sie lösten die älteren RDC/TMD ab.

Prüfungsfokus
  • Achse I umfasst körperliche Diagnosen, Achse II psychosoziale Faktoren.
  • Die DC/TMD lösten die früheren RDC/TMD ab und sind stärker validiert.
  • Die Palpation muss den dem Patienten bekannten Schmerz reproduzieren („familiärer Schmerz“).
  • Standardisiert sind Palpationsdruck und -dauer: etwa 1 kg, 5 Sekunden am Muskel, 2 Sekunden am Gelenk.
Zahlen & Werte
Palpationsdruck Muskulatur
ca. 1 kg
Palpationsdruck Kiefergelenk
ca. 0,5 kg
Palpationsdauer
5 s Muskel, 2 s Gelenk
Klinische Relevanz

Der zweiachsige Aufbau bildet ab, dass chronischer Schmerz im Kausystem nicht allein aus dem Befund erklärbar ist. Ein Patient mit hoher Achse-II-Belastung profitiert von einer rein zahnärztlichen Maßnahme meist wenig und benötigt ein interdisziplinäres Konzept. Kernbegriff der Untersuchung ist der „familiäre Schmerz“ – die Palpation muss den bekannten Schmerz reproduzieren.

Abgrenzung
Typische Fallstricke
  • Alleinige Betrachtung von Achse I bei chronifizierten Schmerzpatienten.
  • Wertung jeder Druckempfindlichkeit als positiv, ohne den familiären Schmerz zu prüfen.
  • Nicht standardisierter Palpationsdruck mit falsch positiven Befunden.
Merksatz

Achse I ist der Befund, Achse II ist der Mensch – ohne die zweite Achse bleibt chronischer Schmerz unerklärt.

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Zusammenhänge
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Klinische und instrumentelle Analyse der Kieferrelation.