ZahnLexikon
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Funktionslehre & CMD
KI-generiert
Funktionsdiagnostik

Bildgebung des Kiefergelenks

Synonyme: MRT des Kiefergelenks · Kiefergelenkdiagnostik bildgebend

Definition

Die Bildgebung des Kiefergelenks richtet sich nach der Fragestellung. Knöcherne Veränderungen wie Abflachungen, Osteophyten oder Erosionen werden am besten mit der digitalen Volumentomographie dargestellt. Der Diskus als Weichgewebe ist nur in der Magnetresonanztomographie beurteilbar, die damit die Referenzmethode bei Verdacht auf Diskusverlagerung ist.

Prüfungsfokus
  • Die MRT ist Referenzmethode zur Beurteilung der Diskusposition.
  • Knöcherne Veränderungen werden am zuverlässigsten mit DVT oder CT erfasst.
  • Das OPG bildet die Kondylen überlagert und verzerrt ab und ist zur Gelenkdiagnostik unzureichend.
  • Die Indikation ergibt sich aus einer erwarteten therapeutischen Konsequenz, nicht aus dem Beschwerdebild allein.
Zahlen & Werte
Referenzmethode für den Diskus
MRT
Referenzmethode für knöcherne Strukturen
DVT oder CT
Aussagekraft des OPG für das Kiefergelenk
gering, nur Übersicht
Klinische Relevanz

Nicht jede CMD benötigt Bildgebung. Die Indikation ergibt sich aus therapeutischer Konsequenz: bei therapieresistenten Beschwerden, Verdacht auf Arthrose, Trauma, Tumor oder vor chirurgischen Eingriffen. Das Panoramaschichtbild zeigt die Kondylen nur überlagert und verzerrt und eignet sich allenfalls zur groben Übersicht.

Abgrenzung
Typische Fallstricke
  • Routinemäßige DVT bei jeder CMD ohne rechtfertigende Indikation.
  • Ausschluss einer Diskusverlagerung anhand eines DVT, das Weichgewebe nicht darstellt.
  • Beurteilung von Kondylenformen im OPG mit falsch positiven Befunden durch Projektion.
Merksatz

Knochen sieht man im DVT, den Diskus nur im MRT – und das OPG sieht beides kaum.

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Zusammenhänge
Teil von: Funktionsdiagnostik

Klinische und instrumentelle Analyse der Kieferrelation.