ZahnLexikon
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Funktionslehre & CMD
KI-generiert
Funktionsdiagnostik

Klinische Funktionsanalyse

Synonyme: Manuelle Funktionsanalyse · Funktionsbefund

Definition

Die klinische Funktionsanalyse ist die systematische Untersuchung von Kaumuskulatur, Kiefergelenken, Unterkieferbeweglichkeit und Okklusion. Erhoben werden Bewegungsausmaße, Palpationsbefunde, Gelenkgeräusche und okklusale Kontaktverhältnisse. Sie liefert die Grundlage für die Zuordnung zu myogenen oder arthrogenen Störungen.

Prüfungsfokus
  • Erhoben werden aktive und passive Mundöffnung, Laterotrusion, Protrusion sowie das Bewegungsmuster.
  • Die Palpation umfasst insbesondere M. masseter und M. temporalis sowie die Gelenkregion.
  • Gelenkgeräusche werden nach Knacken und Reiben differenziert, da sie unterschiedliche Ursachen anzeigen.
  • Der Screening-Kurzbefund entscheidet über die Notwendigkeit einer ausführlichen Analyse.
Zahlen & Werte
Normale Laterotrusion
ca. 8–12 mm je Seite
Normale Protrusion
ca. 8–10 mm
Klinische Relevanz

Ein orientierender Kurzbefund dient als Screening, der ausführliche Befund folgt bei Auffälligkeiten. Erst danach ist zu entscheiden, ob eine instrumentelle Analyse überhaupt zusätzlichen Erkenntnisgewinn bringt.

Abgrenzung
Typische Fallstricke
  • Verzicht auf die Untersuchung der Gegenseite, wodurch Seitendifferenzen unentdeckt bleiben.
  • Zu kräftige Palpation, die auch bei Gesunden Schmerz auslöst und falsch positive Befunde erzeugt.
  • Direkter Einstieg in apparative Verfahren ohne vorherigen klinischen Befund.
Merksatz

Erst klinisch untersuchen, dann instrumentell – nie umgekehrt.

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Funktionsdiagnostik

Klinische und instrumentelle Analyse der Kieferrelation.