ZahnLexikon
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Implantologie
KI-generiert
Implantatplanung und Diagnostik

Implantatplanung

Synonyme: Backward Planning · Schablonengeführte Implantation · Guided Surgery

Definition

Die Implantatplanung leitet die Implantatposition aus der geplanten prothetischen Versorgung ab und nicht aus dem verfügbaren Knochenangebot. Dieses Prinzip wird als Backward Planning bezeichnet. Digitale Verfahren kombinieren DVT-Daten mit einem Oberflächenscan und erzeugen eine Bohrschablone zur Übertragung der Planung.

Prüfungsfokus
  • Backward Planning bedeutet, die Implantatachse aus der prothetischen Zielposition abzuleiten.
  • Das DVT stellt den Verlauf des Canalis mandibulae und die Kieferhöhlenanatomie dreidimensional dar.
  • Sicherheitsabstände zu Nachbarstrukturen sind einzuhalten, um Nervläsionen zu vermeiden.
  • Die Rechtfertigende Indikation für ein DVT ist zu dokumentieren; es ist nicht routinemäßig indiziert.
Zahlen & Werte
Planungsprinzip
prothetisch geführt (Backward Planning)
Bildgebung
DVT bei rechtfertigender Indikation, sonst OPG
Klinische Relevanz

Die dreidimensionale Diagnostik zeigt Knochenangebot sowie Lage von Nervkanal und Kieferhöhle. Die schablonengeführte Insertion erhöht die Übertragungsgenauigkeit, ersetzt aber weder klinische Erfahrung noch die intraoperative Kontrolle.

Abgrenzung
Typische Fallstricke
  • Insertion allein nach maximalem Knochenangebot, was zu prothetisch unbrauchbaren Achsen führt.
  • Blindes Vertrauen in die Bohrschablone ohne intraoperative Kontrolle der Bohrtiefe.
  • DVT ohne rechtfertigende Indikation, obwohl eine Panoramaschichtaufnahme ausgereicht hätte.
Merksatz

Backward Planning heißt: erst die Krone denken, dann das Implantat setzen – nicht umgekehrt.

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Implantatplanung und Diagnostik

Indikation, Zeitpunkt, Risikoabwägung und Planungsmittel.