ZahnLexikon
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Implantologie
KI-generiert
Implantatplanung und Diagnostik

Sofort- und Spätimplantation

Synonyme: Implantationszeitpunkte · Immediate Placement

Definition

Der Implantationszeitpunkt beschreibt das zeitliche Verhältnis zwischen Zahnextraktion und Implantatinsertion. Die Sofortimplantation erfolgt in derselben Sitzung wie die Extraktion, die verzögerte Sofortimplantation nach Weichgewebsheilung, die Spätimplantation nach knöcherner Ausheilung. Die Wahl beeinflusst Behandlungsdauer, Ästhetik und Risikoprofil.

Prüfungsfokus
  • Die Sofortimplantation setzt ein infektionsfreies Lager und ausreichende Primärstabilität voraus.
  • Die bukkale Knochenlamelle resorbiert nach Extraktion unabhängig davon, ob sofort implantiert wird.
  • Sofortbelastung und Sofortimplantation sind verschiedene Konzepte und dürfen nicht gleichgesetzt werden.
  • Im ästhetisch sensiblen Frontzahnbereich erhöht die Sofortimplantation das Risiko einer Rezession.
Zahlen & Werte
Sofortimplantation
in derselben Sitzung wie die Extraktion
Spätimplantation
nach weitgehend abgeschlossener knöcherner Ausheilung
Klinische Relevanz

Die Sofortimplantation verkürzt die Gesamtbehandlungszeit, verlangt aber ein entzündungsfreies Lager und eine intakte bukkale Lamelle. Bei akuter Infektion oder zerstörter Knochenwand ist das verzögerte Vorgehen sicherer.

Abgrenzung
Typische Fallstricke
  • Verwechslung von Sofortimplantation (Zeitpunkt der Insertion) und Sofortbelastung (Zeitpunkt der prothetischen Belastung).
  • Sofortimplantation trotz apikaler Infektion, was das Risiko einer ausbleibenden Osseointegration erhöht.
  • Annahme, die Sofortimplantation erhalte das Knochenvolumen und mache eine Augmentation entbehrlich.
Merksatz

Sofortimplantation verhindert nicht die Resorption der bukkalen Lamelle – dieser Umbau läuft extraktionsbedingt trotzdem ab.

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Implantatplanung und Diagnostik

Indikation, Zeitpunkt, Risikoabwägung und Planungsmittel.