ZahnLexikon
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Radiologie
geprüft
Intraorale Aufnahmetechniken

Intraoralaufnahme

Synonyme: Intraorales Röntgenbild · Zahnfilmaufnahme

Definition

Die Intraoralaufnahme ist ein röntgenologisches Bildgebungsverfahren, bei dem sich der Bildempfänger innerhalb der Mundhöhle befindet. Sie bietet die höchste Ortsauflösung in der zahnärztlichen Radiologie und erlaubt eine detailreiche Beurteilung hartgeweblicher Strukturen. Typische Varianten sind Zahnfilm-, Rechtwinkel- und Haltertechniken sowie Aufbissaufnahmen.

Prüfungsfokus
  • Die Rechtwinkel- und Paralleltechnik mit Haltersystem sind im Vergleich zur Halbwinkeltechnik vorzuziehen, da sie verzerrungsfreie und reproduzierbare Abbildungen liefern.
  • Bei der Halbwinkeltechnik nach Cieszynski steht der Zentralstrahl senkrecht auf der Winkelhalbierenden zwischen Zahnlängsachse und Bildempfängerebene.
  • Bissflügelaufnahmen sind der Goldstandard zur Früherkennung approximaler Kariesläsionen sowie zur Beurteilung des marginalen Knochenabbaus.
  • Die Parallaxentechnik nutzt zwei exzentrische Intraoralaufnahmen zur Lagebestimmung retinierter Zähne oder überlagerter Wurzelkanäle nach der Objekttisch-Regel.
  • Intraoralaufnahmen bieten mit über 15 Linienpaaren pro Millimeter die höchste räumliche Auflösung unter allen dentalen Röntgenverfahren.
Zahlen & Werte
Räumliche Ortsauflösung (Film/Sensor)
> 15 LP/mm
Mindest-Fokus-Haut-Abstand
20 cm
Typische Röhrenspannung Intraoralgerät
60 - 70 kV
Klinische Relevanz

Die Film- oder Sensorplatzierung erfolgt idealerweise mittig in einem Haltersystem mit Indikatorarm, um Verzerrungen zu vermeiden. Zentralstrahl und Sensor müssen senkrecht aufeinander stehen. Aufbiss- und Exzentrikaufnahmen erweitern die Diagnostik bei anatomischen Überlagerungen.

Abgrenzung
  • Orthopantomogramm

    Extraorale Panoramaschichtaufnahme zur Gesamtübersicht des Gebisses mit geringerer Detailauflösung und Schichtausblendungen.

  • Digitale Volumentomographie

    Dreidimensionales Schnittbildverfahren zur überlagerungsfreien Beurteilung komplexer Anatomien bei höherer Strahlenexposition.

Typische Fallstricke
  • Verwechslung von Rechtwinkel- und Halbwinkeltechnik bezüglich der Indikation und Verzerrungsfreiheit.
  • Bildverkürzung oder -verlängerung durch fehlerhafte vertikale Winkelung des Tubus bei Aufnahmen ohne Haltersystem.
  • Fehlinterpretation von Überlagerungen als pathologische Radioluzenzen mangels exzentrischer Ergänzungsaufnahmen.
Merksatz

Intraoral zeigt Details pur – Sensor im Mund für scharfe Kontur.

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Intraorale Aufnahmetechniken

Zahnfilm, Bissflügel und Paralleltechnik.