ZahnLexikon
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Radiologie
geprüft
Intraorale Aufnahmetechniken

Zahnfilm

Synonyme: Einzelzahnaufnahme · Intraoralaufnahme

Definition

Der Zahnfilm ist eine intraorale Röntgenaufnahme, die einen umschriebenen Kieferbereich mit wenigen Zähnen vollständig inklusive Krone und Wurzelspitze abbildet. Der Begriff bezeichnet historisch das Filmmaterial, wird heute aber analog für digitale Speicherfolien und Festhaltesensoren verwendet.

Prüfungsfokus
  • Der Zahnfilm erfasst das gesamte Gebilde von der Zahnkrone bis mindestens 2 bis 3 mm über die Wurzelspitze hinaus.
  • Die Parallel- bzw. Rechtwinkeltechnik mit Haltersystem ist der Halbmessertechnik wegen ihrer Verzeichnungsfreiheit vorzuziehen.
  • Die exzentrische Aufnahmetechnik (Parallaxentechnik nach Clark) erlaubt die radiologische Trennung überlagerter Wurzelkanäle.
  • Zahnfilme bieten von allen zahnärztlichen Röntgenverfahren die höchste räumliche Auflösung.
  • Ein vollständiger intraoraler Status (Zahnfilm-Status) umfasst in der Regel 14 bis 18 Einzelaufnahmen.
Zahlen & Werte
Standard-Filmgröße (Größe 2)
31 mm x 41 mm
Mindestabstand der Abbildung über die Wurzelspitze hinaus
≥ 2 mm
Räumliche Auflösung digitaler Speicherfolien/Sensoren
> 15 LP/mm
Anzahl Einzelbilder für einen vollständigen Zahnfilm-Status
14–18 Bilder
Klinische Relevanz

Der Zahnfilm dient der detaillierten Karies-, Parodontal- und Apikaldiagnostik einzelner Zähne. Für eine verzerungsfreie Abbildung sollte standardmäßig die Paralleltechnik unter Verwendung von Film- bzw. Sensorhaltern angewendet werden.

Abgrenzung
  • Bissflügelaufnahme

    Zeigt die Kronen und Interdentalräume beider Kiefer zur Karies- und Parodontaldiagnostik, erfasst aber regelhaft nicht die periapikale Region.

  • Panoramaschichtaufnahme

    Bietet eine Übersicht über das gesamte Gebiss und angrenzende Strukturen, besitzt jedoch eine deutlich geringere Ortsauflösung als der Zahnfilm.

Typische Fallstricke
  • Verwechslung mit der Bissflügelaufnahme, welche primär die Kronen und den koronalen Alveolarkamm erfasst, jedoch nicht zwingend die Wurzelspitzen.
  • Die Anwendung der Halbmessertechnik ohne Halter führt häufig zu dimensionalen Verzerrungen wie Verkürzungen oder Verlängerungen der Wurzel.
  • Eine unzureichende Abbildung des periapikalen Knochens unter 2 mm distal/apikal des Apex macht eine sichere Befundung apikaler Prozesse unmöglich.
Merksatz

Zahnfilm zeigt vom Scheitel bis zur Wurzelspitze das Ganze.

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Intraorale Aufnahmetechniken

Zahnfilm, Bissflügel und Paralleltechnik.