ZahnLexikon
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Radiologie
geprüft
Intraorale Aufnahmetechniken

Vergrößerung

Synonyme: Abbildungsmaßstab · Geometrische Vergrößerung

Definition

Die Vergrößerung beschreibt die geometrische Vergrößerung des abgebildeten Objekts auf dem Röntgenbild im Vergleich zur tatsächlichen Objektgröße. Sie entsteht durch den divergenten Strahlengang der Röntgenstrahlung und hängt vom Fokus-Objekt-Abstand sowie vom Objekt-Empfänger-Abstand ab.

Prüfungsfokus
  • Die geometrische Vergrößerung berechnet sich aus dem Verhältnis von Fokus-Bildempfänger-Abstand zu Fokus-Objekt-Abstand.
  • Je geringer der Objekt-Bildempfänger-Abstand gewählt wird, desto kleiner ist der Vergrößerungseffekt und die geometrische Unschärfe.
  • Bei Panoramaschichtaufnahmen liegt eine technikbedingte, ungleichmäßige Vergrößerung von ca. 20 bis 30 Prozent vor.
  • Zur genauen Längenbestimmung bei Vergrößerungseffekten müssen Referenzkörper mit bekanntem Durchmesser mitabgebildet werden.
  • Der Einsatz eines Längenkonusses vergrößert den Fokus-Objekt-Abstand und reduziert dadurch die Bildvergrößerung.
Zahlen & Werte
Vergrößerungsfaktor OPG (ca.)
20-30 %
Vergrößerungsfaktor Zahnfilm in Paralleltechnik
5-7 %
Mindest-Fokus-Haut-Abstand (Längenkonus)
20 cm
Klinische Relevanz

Eine ungewollte Vergrößerung führt zu Ausmessfehlern bei der Implantatplanung oder Endodontie. Um Vergrößerungseffekte und Verzerrungen zu minimieren, wird bei Intraoralaufnahmen die Rechtwinkel- bzw. Paralleltechnik mit Filmhaltern bevorzugt.

Abgrenzung
  • Verzerrung

    Verzerrung bezeichnet die ungleiche Längenveränderung verschiedener Objektteile durch Nicht-Parallelität von Objekt und Empfänger, während Vergrößerung die proportionale Skalierung des gesamten Objekts betrifft.

  • Geometrische Unschärfe

    Geometrische Unschärfe beschreibt die Halbschattenbildung durch die Ausdehnung des Brennflecks, wohingegen die Vergrößerung lediglich die Zunahme der Abbildungsgröße bezeichnet.

Typische Fallstricke
  • Gleichmäßige Vergrößerung wird fälschlicherweise mit Verzerrung gleichgesetzt, obwohl Verzerrungen nur bei fehlender Parallelität von Objekt und Bildempfänger entstehen.
  • Direktes Ausmessen von Knochenhöhen im OPG ohne Berücksichtigung des Vergrößerungsfaktors für die Implantatplanung.
  • Die Annahme, dass digitale Bildverarbeitungsprogramme geometrische Vergrößerungen ohne Referenzkörper automatisch absolut korrekt herausrechnen können.
Merksatz

Nah am Film und fern vom Fokus hält die Vergrößerung im Fokus.

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Intraorale Aufnahmetechniken

Zahnfilm, Bissflügel und Paralleltechnik.