ZahnLexikon
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Radiologie
geprüft
Extraorale und dreidimensionale Bildgebung

Kegelstrahl

Synonyme: Cone Beam · DVT-Strahl

Definition

Der Kegelstrahl bezeichnet das pyramiden- oder kegelförmige Röntgenstrahlenbündel, das in der Digitale Volumentomographie (DVT) genutzt wird. Im Gegensatz zum fächerförmigen Strahl der Computertomographie erfasst er das gesamte Untersuchungsvolumen in einer einzigen Rotation um den Patientenkopf. Dadurch wird eine dreidimensionale Rekonstruktion bei vergleichsweise geringer Strahlendosis ermöglicht.

Prüfungsfokus
  • Der Kegelstrahl erfasst ein dreidimensionales Untersuchungsvolumen in einer einzigen Rotation um das Objekt.
  • Im Vergleich zum Fächerstrahl des MSCT entsteht beim Kegelstrahl deutlich mehr Streustrahlung, was den Weichgewebekontrast einschränkt.
  • Die kegelförmige Strahlengeometrie führt an den Peripherien des Field of View zu verstärkten Feldartefakten.
  • Durch Einblendung des Kegelstrahls auf das kleinstmögliche Untersuchungsvolumen wird die Strahlenexposition im Sinne des ALADA-Prinzips minimiert.
  • Die Bildempfänger bei Kegelstrahl-Systemen sind in der Regel zweidimensionale Flachdetektoren.
Zahlen & Werte
Typische Voxelgröße (Räumliche Auflösung)
0,07 - 0,4 mm
Rotationswinkel der Gantry
180° - 360°
Dosisreduktion gegenüber Vielzeilen-MSCT
ca. 75 - 90 %
Klinische Relevanz

Die Geometrie des Kegelstrahls bedingt, dass Artefakte durch hochattentuierende Materialien wie Metallkronen oder Wurzelfüllungen entstehen können. Ein enges Einblenden (Field of View) reduziert die Strahlenexposition gemäß dem ALADA-Prinzip. Die präzise dreidimensionale Darstellung erleichtert die Identifikation von Wurzelkanälen und Knochengrenzen.

Abgrenzung
  • Fächerstrahl (Fan Beam)

    Der Fächerstrahl wird beim konventionellen CT genutzt und tastet das Objekt schichtweise ab, während der Kegelstrahl das gesamte Volumen auf einmal erfasst.

  • Zentralstrahl

    Der Zentralstrahl bezeichnet die gedachte Mittelachse eines Strahlenbündels, während der Kegelstrahl die gesamte dreidimensionale Geometrie des DVT-Röntgenbündels beschreibt.

Typische Fallstricke
  • Unterschätzung der Strahlenexposition im Vergleich zu 2D-Aufnahmen wie Zahnfilmen oder OPGs.
  • Fehleinschätzung der Indikation zur Weichgewebsdiagnostik aufgrund der physikalisch bedingten Limitationen der Dichteauflösung.
Merksatz

Kegelstrahl dreht einmal rund – dreidimensional für Kiefer und Mund.

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Extraorale und dreidimensionale Bildgebung

OPG, FRS und digitale Volumentomographie.