ZahnLexikon
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Radiologie
geprüft
Extraorale und dreidimensionale Bildgebung

Cone Beam CT

Synonyme: CBCT · Digitale Volumentomographie · DVT

Definition

Cone Beam CT (CBCT), im deutschsprachigen Raum als Digitale Volumentomographie (DVT) bezeichnet, ist ein dreidimensionales bildgebendes Verfahren. Mittels eines kegelförmigen Röntgenstrahls und eines Flachdetektors wird ein definiertes Volumensegment des Kieferbereichs mit hoher räumlicher Auflösung erfasst.

Prüfungsfokus
  • Cone Beam CT (DVT) nutzt ein kegelförmiges Strahlenbündel und einen Flachdetektor zur dreidimensionalen Rekonstruktion des Kieferbereichs.
  • Bietet eine sehr hohe räumliche Auflösung für dentale Hartgewebe, besitzt jedoch im Vergleich zur MSCT einen deutlich geringeren Weichgewebskontrast.
  • Aufgrund der höheren Strahlenbelastung gegenüber 2D-Aufnahmen gilt eine strenge Rechtfertigende Indikation nach dem ALADA-Prinzip.
  • Metallische Restaurationen verursachen Strahlaufhärtungs- und Streustrahlungsartefakte, die die Befundbarkeit lokal stark einschränken können.
  • Für die eigenverantwortliche Indikationsstellung und Befundung ist der Erwerb der speziellen Fachkunde im Strahlenschutz für die DVT gesetzlich vorgeschrieben.
Zahlen & Werte
Isotrope Voxelgröße
0,07 - 0,4 mm
Effektive Dosisbereich (abhängig von FOV)
10 - 600 µSv
Grauwert-Dynamikbereich
12 - 16 Bit
Klinische Relevanz

CBCT/DVT wird zur präimplantologischen Planung, Lagebestimmung retinierter Zähne und Beurteilung komplexer endodontischer oder bony Pathologien eingesetzt. Wegen der höheren Dosis gegenüber zweidimensionalen Aufnahmen ist eine strenge Indikationsstellung erforderlich.

Abgrenzung
  • Computertomographie (CT / MSCT)

    Die MSCT bietet verlässliche Hounsfield-Einheiten und hervorragenden Weichgewebskontrast, während die DVT primär auf hochauflösende Hartgewebsdarstellung optimiert ist.

  • Orthopantomogramm (OPTG / PSA)

    Das OPTG ist ein zweidimensionales Summenbild mit Überlagerungseffekten, wohingegen die DVT eine überlagerungsfreie, dreidimensionale Analyse ermöglicht.

Typische Fallstricke
  • Fehlschluss, dass DVT-Aufnahmen zur Diagnostik rein weichgewebiger Läsionen (z. B. Speicheldrüsen- oder Muskelpathologien) geeignet sind.
  • Fokussierung auf nur eine Zielregion und Vernachlässigung der Pflicht zur vollständigen Befundung des gesamten abgebildeten Volumens.
  • Annahme, dass größere Fields of View (FOV) immer eine bessere Bildqualität liefern; kleinere FOVs reduzieren Artefakte und Dosis.
Merksatz

CBCT bringt die dritte Dimension mit kegelförmiger Präzision.

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Zusammenhänge
Teil von: Extraorale und dreidimensionale Bildgebung

OPG, FRS und digitale Volumentomographie.