ZahnLexikon
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Radiologie
geprüft
Extraorale und dreidimensionale Bildgebung

Panoramaschichtaufnahme

Synonyme: PSA · OPTG · PAN

Definition

Die Panoramaschichtaufnahme ist ein extraorales Tomographieverfahren zur einklappungsfreien Gesamtdarstellung des Kausystems. Sie bildet die Ober- und Unterkieferbögen einschließlich der Kiefergelenke und der Kieferhöhlen in einer vorgegebenen Schichtebene ab. Das Verfahren beruht auf der gekoppelten Gegenrotation von Röntgenröhre und Bildempfänger um den Kopf des Patienten.

Prüfungsfokus
  • Die Schichtdicke des scharfen Abbildungsbereichs ist in der Frontzahnregion am schmalsten und nimmt nach distal hin zu.
  • Bei einer Fehlpositionierung des Patienten nach ventral erscheinen die Frontzähne verschmälert und unscharf.
  • Geisterbilder entstehen durch dichte Strukturen auf der gegenüberliegenden Seite und sind stets vergrößert, unscharf und höher positioniert.
  • Die Anlegung der Zunge an den Gaumen ist essenziell, um eine luftbedingte Radioluzenz über den Oberkieferwurzeln zu vermeiden.
  • Der Röntgenstrahl verläuft leicht von kaudal nach kranial im Winkel von etwa 4 bis 7 Grad.
Zahlen & Werte
Neigungswinkel des Strahlenbündels zur Horizontalebene
4°-7°
Schichtdicke im Frontzahnbereich
3-6 mm
Typischer Vergrößerungsfaktor
1,2-1,3
Mittlere effektive Dosis
10-25 µSv
Klinische Relevanz

Fehlpositionierungen des Patienten führen zu charakteristischen Abbildungsfehlern wie Unschärfen oder Verzerrungen der Frontzähne. Metallischer Schmuck muss vor der Aufnahme abgelegt werden, um Artefakte und Schattenbilder zu vermeiden. Die PSA dient als Basisdiagnostik vor chirurgischen Eingriffen oder kieferorthopädischen Behandlungen.

Abgrenzung
  • Digitale Volumentomographie

    Die DVT bietet eine dreidimensionale und überlagerungsfreie Rekonstruktion ohne Schichtverzerrung, während die PSA ein 2D-Tomographieverfahren einer festen Schichtebene darstellt.

  • Fernröntgenseitenaufnahme

    Die FRS ist eine summatorische Fernaufnahme in seitlicher Projektion zur kephalometrischen Analyse ohne Schichtbildrotation.

  • Bissflügelaufnahme

    Die Bissflügelaufnahme bietet eine erheblich höhere Detail- und Ortsauflösung zur Kariesdiagnostik im Approximalraum als die PSA.

Typische Fallstricke
  • Verwechslung von Geisterbildern kontralateraler metallischer Fremdkörper mit echten intraossären Pathologien.
  • Fehlinterpretation des Zungen-Luft-Schattenbildes als apikale Osteolyse oder Wurzelresorption an den Oberkieferfront- und Eckzähnen.
  • Unzulässige 1:1-Ausmessung von Distanzen ohne Berücksichtigung des objekt- und ortsabhängigen Vergrößerungsfaktors.
Merksatz

Panoramaschicht zeigt Kiefer und Schicht – ohne richtige Haltung gelingt sie nicht.

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Extraorale und dreidimensionale Bildgebung

OPG, FRS und digitale Volumentomographie.