Ibuprofen
Synonyme: Ibu
Ibuprofen ist ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR) aus der Gruppe der Propionsäurederivate, das die Cyclooxygenasen (COX-1 und COX-2) reversibel hemmt. Dadurch wird die Synthese von Prostaglandinen unterdrückt, was zu analgetischen, antiphlogistischen und antipyretischen Effekten führt. Es gilt als Analgetikum der ersten Wahl bei postoperativen zahnärztlichen Schmerzen.
- Ibuprofen ist ein nicht-selektiver COX-1/2-Hemmer und gilt als Mittel der ersten Wahl bei postoperativen zahnärztlichen Schmerzen.
- Im dritten Trimenon der Schwangerschaft ist Ibuprofen wegen des Risikos eines vorzeitigen Verschlusses des Ductus arteriosus Botalli absolut kontraindiziert.
- Bei chronischer ASS-Dauermedikation muss Ibuprofen zeitlich versetzt eingenommen werden, um den thrombozytenaggregationshemmenden Effekt von ASS nicht zu aufzuheben.
- NSAR wie Ibuprofen können bei disponierten Patienten durch Hemmung der Prostaglandinsynthese ein Analgetika-Asthma auslösen.
- Die maximale Tagesdosis bei rezeptfreier Selbstmedikation beträgt 1200 mg, während auf ärztliche Anordnung bis zu 2400 mg pro Tag rezeptiert werden können.
- Einzeldosis Erwachsene (analgetisch/antiphlogistisch)
- 400 - 600 mg
- Maximale Tagesdosis (ärztlich verordnet)
- 2400 mg
- Maximale Tagesdosis (Selbstmedikation)
- 1200 mg
- Plasmahalbwertszeit
- 1,8 - 3,5 Stunden
Die Einzeldosis für Erwachsene liegt meist bei 400 bis 600 mg mit einer Tageshöchstdosis von 2400 mg. Wichtige Kontraindikationen sind Magen-Darm-Ulzera, schwere Niereninsuffizienz sowie das dritte Trimenon der Schwangerschaft.
- Paracetamol
Paracetamol wirkt zentral analgetisch sowie antipyretisch, besitzt aber im Gegensatz zu Ibuprofen keine antiphlogistische Komponente und keine Magen-Darm-Ulkus-Toxizität.
- Metamizol
Metamizol weist eine stark analgetische und spasmolytische Wirkung ohne nennenswerte peripher-antiphlogistische Komponente auf und birgt das seltene Risiko einer Agranulozytose.
- Celecoxib
Celecoxib ist ein selektiver COX-2-Hemmer mit geringerem gastrointestinalen Nebenwirkungsprofil als Ibuprofen, zeigt jedoch ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko.
- Einnahme von Ibuprofen im dritten Trimenon der Schwangerschaft anstelle des indizierten Paracetamols.
- Vernachlässigung der Interaktion mit Antihypertonika wie ACE-Hemmern, deren blutdrucksenkende Wirkung durch Ibuprofen abgeschwächt wird.
- Verwechslung der Höchstdosis für die freie Abgabe mit der maximalen therapeutischen Tagesdosis unter ärztlicher Aufsicht.
Ibuprofen stoppt Schmerz und Entzündungsnetz, schont aber nicht die Magenschleimhaut im Ulkus-Gesetz.
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- VoraussetzungNSAR
Ibuprofen gehört als Propionsäurederivat zur Wirkstoffklasse der NSAR und teilt deren klassisches Wirk- und Nebenwirkungsprofil.
- VerwandtParacetamol
Paracetamol dient als primäre Ausweichmedikation bei Kontraindikationen gegen Ibuprofen wie Magen-Darm-Ulzera oder Schwangerschaft im dritten Trimenon.
- TherapieAlveolitis sicca
Ibuprofen wird zur systemischen Schmerztherapie und Entzündungshemmung bei postoperativen Wundheilungsstörungen wie der Alveolitis sicca eingesetzt.
- TherapiePulpitis
Bei schmerzhafter Pulpitis wird Ibuprofen zur zeitweisen prä- oder postoperativen Analgesie begleitend zur kausalen endodontischen Behandlung verwendet.
NSAR, Paracetamol und Opioide in der Zahnmedizin.